Beteiligung an chinesischem Kantenhersteller

Michael Egger jun. und Wilson Chu, CEO von Sinowolf, nach der Vertragsunterzeichnung. Foto: Egger
Der Vollzug steht noch unter dem Vorbehalt vereinbarter Prüfungs- und Vollzugsbedingungen. Laut einer Mitteilung des Unternehmens wird Sinowolf weiterhin eigenständig geführt und tritt weiterhin unter eigener Marke auf. Die Transaktion sei bewusst als Minderheitsbeteiligung und Partnerschaft ausgestaltet.
Eine Milliarde Laufmeter jährlich
Das chinesische Unternehmen wurde 2007 gegründet und fertigt Kanten für den Möbel- und Innenausbau. Das Portfolio umfasst Produkte aus PVC, ABS, PP und PMMA sowie Digitaldruck- und Laserkantentechnologien. Die zwei Werke in Zhaoqing und Huzhou haben laut Egger eine Kapazität von einer Milliarde Laufmetern jährlich. Exportiert wird in mehr als 30 Länder. Zusätzlich erschließt das Unternehmen derzeit den Bereich Oberflächenmaterialien.
Chancen im globalen Kantenmarkt
Egger fertigt Kanten selbst in Gebze in der Türkei und in Brilon. Die neue Beteiligung soll dieses Produktionsnetzwerk um zusätzliche Fertigungskompetenz und regionale Flexibilität ergänzen. Gemeinsames Ziel sei es, das internationale Kantengeschäft weiterzuentwickeln. „Der globale Kantenmarkt bietet erhebliche Chancen für weitere Entwicklung“, so Thomas Leissing, Egger Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung. „Durch die Partnerschaft mit Sinowolf wollen wir sich ergänzende Stärken in Technologie, Fertigungskompetenz und Marktzugang nutzen.“