Auf die strengeren Vorgaben eingestellt

Website der Gütegemeinschaft Möbel. Foto: Bildschirmfoto
Neben den Satzungsänderungen beschlossen die Mitglieder auch überarbeitete Durchführungsbestimmungen für die Zertifizierung.
Was die EmpCo-Richtlinie verlangt
Die EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers) wird in Deutschland über die Novelle des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb umgesetzt und stellt künftig deutlich strengere Anforderungen an Umweltaussagen und Nachhaltigkeitssiegel. Werbliche Aussagen zu Umwelteigenschaften von Produkten sind dann nur noch zulässig, wenn sie auf anerkannten Zertifizierungssystemen oder behördlich festgelegten Standards beruhen. Die Gütezeichen und Label der DGM sollen Möbelherstellern auch künftig eine Grundlage für solche Aussagen bieten.
DGM-Geschäftsführer Jochen Winning sieht sein Haus dafür gut aufgestellt: „Mit den beschlossenen Anpassungen sind wir als DGM bestens gerüstet. Unsere Mitglieder und alle zertifizierten Möbelhersteller können sich darauf verlassen, dass unsere Zertifizierungen auch unter den verschärften gesetzlichen Rahmenbedingungen Bestand haben und werthaltige, transparente Aussagen zu Qualität und Umwelt ermöglichen."
Kaum Änderungen für zertifizierte Unternehmen
Im Zertifizierungsprozess selbst ändert sich für DGM-zertifizierte Möbelhersteller wenig, die bewährten Abläufe bleiben im Wesentlichen bestehen. Die Anpassungen betreffen vor allem die strukturellen und formalen Grundlagen des Zertifizierungssystems, mit denen die DGM die Unabhängigkeit, Transparenz und Überprüfbarkeit ihrer Vergabeverfahren gemäß den EmpCo-Anforderungen dokumentiert.
„Wir freuen uns, dass die DGM einmal mehr pragmatisch und federführend vorangeht und für eine klare Differenzierung am Markt sorgt", so DGM-Vorstandssprecher Andreas Decker. Wer mit den DGM-Zeichen werbe, hebe sich sichtbar von pauschalen, künftig unzulässigen Werbeversprechen ab.
Die bisherigen Prüf- und Vergabeverfahren bleiben für die zertifizierten Unternehmen damit im Kern unverändert.