30.06.2026

Bernd Lampe, seit 1999 Geschäftsführer von Beckermann Küchen, verabschiedet sich nach 48 Dienstjahren in den Ruhestand. Er übergibt ein Unternehmen, das unter seiner Führung erheblich gewachsen ist.

Bernd Lampe (Foto links) und Dirk Leenderts.

Im Januar 1978 fängt Bernd Lampe bei Beckermann Küchen an, als gelernter Bauzeichner in der Planungsabteilung. Er entwirft Musterküchen, plant Ausstellungen. Von dort aus arbeitet er sich durch die Auftragsbearbeitung, übernimmt die Leitung des Innendienstes, 1995 die Vertriebsverantwortung und 1999 schließlich die Geschäftsführung. 2015 wurde Lampe gemeinsam mit seinen Geschäftsführungskollegen als „Unternehmer des Jahres" im Oldenburger Münsterland ausgezeichnet.
Was sich in den 48 Jahren seiner Betriebszugehörigkeit verändert hat, lässt sich auch in Zahlen darstellen. Als Lampe 1995 den Vertrieb übernahm, erwirtschaftete Beckermann Küchen rund 20 Millionen DM Jahresumsatz, die Belegschaft zählte etwa 100 Mitarbeiter. Küchenplanungen entstanden auf dem Zeichenbrett, Aufträge kamen per Fax, Aktenordner prägten den Büroalltag. Er übergibt heute ein Unternehmen mit rund 50 Millionen Euro Umsatz und etwa 220 Mitarbeitern, mit digitalisierten Prozessen und einer Fertigung mit Losgröße 1.
 
Mit gutem Gefühl
Beckermann Küchen gilt als eines der ältesten deutschen Küchenhäuser und blickt in diesem Jahr auf 130 Jahre zurück. Mit Dirk Leenderts hat das Unternehmen Lampes Nachfolger längst benannt. Der scheidende Geschäftsführer beschreibt die Übergabe so: „Ich werde meine Arbeit, meine Kollegen und auch so manche Kunden vermissen, mit denen wir über all die Jahre gemeinsam auch die mitunter dynamischen Marktschwankungen gemeistert haben. Aber ich kann mit einem sehr guten Gefühl gehen – weil das Unternehmen heute hervorragend aufgestellt ist und wir mit Dirk Leenderts einen Nachfolger gefunden haben, der unsere Werte und unsere Philosophie schätzt und schon jetzt mit Herzblut weiterentwickelt."
 
Erdende Leidenschaft
Die Gefahr, im Ruhestand in ein tiefes Loch zu fallen, dürfte bei Bernd Lampe gering sein. Schon seit Jahren züchtet er Oldenburger Dressur- und Springpferde. Seine „zweite große Leidenschaft“, wie er sagt. Die Arbeit mit Pferden verlange Geduld, Vertrauen und ein feines Gespür für Entwicklung. „Hier sind Dinge wichtig, die sich nicht erzwingen lassen, sondern wachsen müssen.“ Für ihn sei es ein willkommener Kontrast. „Während im Berufsleben Tempo und Entscheidungen gefragt sind, schafft die Arbeit mit Tieren Ausgleich, Erdung und Klarheit. Sie ist Rückzug und Kraftquelle zugleich.“ Damit spiegelt sie vieles von dem wider, was auch das unternehmerische Handeln von Bernd Lampe prägte. In seinen 48 Jahren bei Beckermann Küchen. /dib
 
www.beckermann.de