Wechsel an der LEICHT-Spitze

Stefan Waldenmaier vor einem Jahr auf der Küchenmeile 2025 in der Architekturwerkstatt. Foto: Biermann
Waldenmaier bestätigte den Schritt selbst gegenüber dem Fachmedium küchennews. Seit mehr als 25 Jahren ist der scheidende Vorstandsvorsitzende für LEICHT tätig, den größten Teil davon an der Unternehmensspitze, und hat in dieser Zeit das Profil der Marke geprägt, die sich selbst als „Architekturküchenmarke" positioniert. Waldenmaier ist zugleich Vorstandsvorsitzender des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK).
Noch unbestätigte Nachfolgeregelung
Ronny Fritsche ist promoviert und aktuell Vorstand für Operations und Technologie bei der Leica Camera AG, wo er seit dem 1. September 2024 im Amt ist. Laut Mitteilung des Unternehmens verlässt er Leica zum 15. Oktober 2026. Aufsichtsrat und Fritsche hätten sich „im besten gegenseitigen Einvernehmen" auf eine vorzeitige Beendigung seiner Vorstandstätigkeit verständigt. Leica kündigte dabei lediglich einen Wechsel auf eine CEO-Position an, den Namen LEICHT nannte das Unternehmen nicht. Branchenkreisen zufolge soll Fritsche zum 1. März 2027 als Vorstandsvorsitzender bei LEICHT antreten. Vor seiner Zeit bei Leica arbeitete er rund zwei Jahre für den Kochgeschirrhersteller Fissler und acht Jahre für Swarovski. Erfahrung in der Küchenbranche bringt er nicht mit.
Regelungen im Vertrieb
Der Abschied von Stefan Waldenmaier wird sich vermutlich auch auf den Vertrieb auswirken. Berichten zufolge könnte Rouven Göhner, seit April 2026 als Chief Sales Officer bei LEICHT und damit für den nationalen und internationalen Vertrieb zuständig, zusätzlich die Vertriebsgeschäftsführung übernehmen. Auch das ist bislang nicht bestätigt. Mehrheitseigentümer von LEICHT ist seit Frühjahr 2025 der Münchner Finanzinvestor Orlando Capital, der die Anteile von der bisherigen Inhaberfamilie um Kathrin Erdmann übernommen hatte.