09.06.2021

Nach einer aufregenden Berg- und Talfahrt gelang der E.G.O. Gruppe im Jahr 2020 beim Umsatz eine Punktlandung. Mit 656 Mio. Euro lag dieser auf Vorjahresniveau. Für CEO Dirk Schallock steht fest: „Wir haben unter schwierigen Bedingungen alles richtig gemacht“.

Dirk Schallock. Foto: E.G.O.

„Das war schon ein verrücktes Jahr“: Mit diesen Worten kommentierte Dirk Schallock, CEO der E.G.O.-Gruppe (E.G.O.), die Geschäftsentwicklung des Unternehmens im Pandemie-Jahr 2020. Denn was dem Umsatz von 656 Mio. Euro nach auf den ersten Blick wie eine Punktlandung auf dem Vorjahresniveau (2019: 658 Mio. Euro) aussieht, war im Jahresverlauf eine echte Berg- und Talfahrt mit dem Charakter einer Achterbahnfahrt. „Wir hatten im April und Mai einen dramatischen Einbruch, den wir aber dann in den Folgemonaten teilweise mit Rekordzahlen ausgleichen konnten“, berichtete der CEO des größten Teilkonzerns der Blanc & Fischer Familienholding in einem Pressegespräch in Oberderdingen. Entsprechend optimistisch ist Schallock für das aktuelle Jahr: „Wir sind sicher, dass wir 2021 die 700-Millionen-Grenze nicht nur erreichen, sondern überschreiten werden – und das möglicherweise sehr deutlich.“ Das liegt nach den Angaben des CEO vor allem an zwei Faktoren. Zum einen verzeichne die Hausgeräte-Industrie eine deutlich gewachsene Nachfrage als Folge der durch die Pandemie erzwungenen Konzentration auf die eigenen vier Wände. Das mache sich auch beim Hausgeräte-Zulieferer E.G.O. positiv bemerkbar. Zum anderen habe E.G.O. aber auch mit einer neuen Struktur, einer noch einmal gestärkten Innovationskraft und einer klaren Strategie die Voraussetzungen geschaffen, überdurchschnittlich vom positiven Marktumfeld zu profitieren.

Erfolgsfaktor Business Units
Um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern, werde E.G.O. in diesem Jahr 20 Millionen Euro hauptsächlich für Kapazitätserweiterungen an den Standorten weltweit investieren. Die im vergangenen Jahr geschaffene Struktur mit fünf Business Units (Electronic Surface Cooking, Mechatronics, Thick Film, Electronics und Gas) habe sich als „Erfolgsfaktor“ erwiesen. In der Business Unit Gas ist Anfang 2021 die frühere italienische Tochtergesellschaft Defendi aufgegangen. Damit hat E.G.O. 300 neue Mitarbeiter und zwei weitere Standorte in Camerano (Italien) und Itatiba (Brasilien).

CO2-Reduktion um 65 Prozent bis 2030
Wie bei der Muttergesellschaft Blanc & Fischer Familienholding ist auch bei E.G.O. Nachhaltigkeit ein fester Teil der Unternehmensstrategie. Entsprechend sind damit konkrete Ziele verknüpft. Schallock nannte beispielhaft vier Meilensteine, die sich E.G.O. gesetzt hat: Bis jeweils 2024 will das Unternehmen mindestens ein Werk klimaneutral machen, ein neues klimaneutrales Gebäude errichten und eine Produktreihe so redesignen, dass sie den Anforderungen einer geschlossenen Kreislaufwirtschaft entspricht. Auch bei den CO2-Emissionen formuliert der CEO ein anspruchsvolles Ziel: Sie sollen bis 2030 um 65 Prozent sinken.

Einen ausführlichen Bericht über das Geschäftsjahr 2020 der E.G.O. sowie zu den Aktivitäten rund um Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Innovationskraft lesen Sie in der Ausgabe KÜCHENPLANER 7/8 2021. Die gedruckte Ausgabe erscheint am 6. August 2021, das E-Paper bereits Ende Juli.

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