04.07.2020

Beschlägespezialist Häfele zog an vier Tagen im Juni in Sachen Digitalisierung alle Register und zeigte seinen Kunden was heute im virtuellen Umfeld alles möglich ist. Die virtuelle Messe war Ersatz für die wegen Corona abgesagte Messe Holz-Handwerk.

Mit der neuen „YES Raumplaner-APP“ von Häfele wird die neue Küche mit entsprechendem Equipment schon in der Planungsphase erlebbar. Foto: Häfele

3D-Technologie sorgt für schnell berechnete Licht- und Schattenwürfe und eine, realitätsnahe Visualisierung bis ins letzte Detail. Foto: Häfele

Drehschränke, Schubladen, Schiebetüren und Klappen lassen sich virtuell öffnen. Die App präsentiert das Innenleben und schlägt sogar Alarm, wenn die Planungen zum Beispiel zu Kollisionen führen. Foto: Häfele

Auf einer speziell dafür entwickelten digitalen Plattform erlebten die Besucher ein abwechslungsreichen Medien-Mix, zu dem neben Impressionen vom Messestand und der Vorstellung aller Produktneuheiten auch Live- und Video-Chat mit den vielen Kunden bereits bekannten Häfele Produktexperten gehörten. Animierte Videos und klassische Slideshows ergänzten das virtuelle Erlebnis. Neben dem obligatorischen Rundgang über den Messestand, wie er zur Holz-Handwerk 2020 geplant war, gehörten ein Treffpunkt zum Gedankenaustausch mit den Häfele Spezialisten und die ausführliche Präsentation aller Neuheiten, unter anderem auch die Premiere der „Häfele YES! Berater App“. Den digitalen Möbel- und Raumplaner sieht das Unternehmen als eine zukunftsweisende Verkaufshilfe für den Schreiner. „Das Tool bietet unseren Partnern viele Möglichkeiten Geschäft zu generieren, bei der Beratung zu begeistern und neue Kunden zu gewinnen“, erläutert Projektleiter Sascha Schöpf von Häfele.

App-Premiere für die Küchenplanung
Mit dem Raumplaner können Schreiner und Innenausbauer zusammen mit ihren Kunden quasi in die Zukunft schauen. Komplette Einrichtungen lassen sich damit nach Ansicht der Entwickler „schnell und einfach planen und besser verkaufen“. Der Clou für alle Beteiligten sei die verblüffend detaillierte und realistische, virtuelle Planung von ganzen Wohnbereichen sowie die Präsentation in Echtzeit. Häfele: „Mit der Software erschließt sich ein Möbel-Showroom der Extraklasse in den eigenen vier Wänden, der in seinem ‚Endausbau‘ nahezu keine Wünsche mehr offen lassen wird. Der Endkunde erlebt durch die realitätsnahe Visualisierung seiner individuell geplanten Möbelanwendung einen Wow-Effekt, der die Chancen für einen Verkaufsabschluss immens steigert – eine Win-win-Situation für alle Beteiligten.“ Die innovative Software wurde zunächst für die Küchenplanung realisiert.

High End-Software für das Holzhandwerk
Mit der „YES! Berater App“ werden Küchenplanungen in Echtzeit bis ins kleinste Detail visualisier- und erlebbar gemacht. Die Software gibt es in zwei Varianten, als Vollversion für den Kundenberater und als öffentlich zugängliche Webversion. Beim ersten Kontakt mit der Webversion, zum Beispiel auf der Schreiner-Homepage, kann der potenzielle Kücheninteressent dank einer intuitiven und benutzerfreundlichen Bedienung seiner Kreativität freien Lauf lassen. Er legt den Grundriss seiner Küche zugrunde, plant in den eigenen Räumen mit einer umfangreichen Möbelbibliothek und kann die Ergebnisse in beliebigen Ansichten betrachten und mit der Familie und Freunden teilen. Selbst der Blick aus dem Schrankinneren inklusive der Beschlägebewegung ist möglich.

Möbel im virtuellen Raum
Die dargestellten Möbel sind laut Häfele voll funktionsfähig und in Höhe, Breite und Tiefe beliebig anpassbar. Beschläge können funktionsgetreu bewegt und die Auswirkung der Bewegungen kann direkt beurteilt werden. Eventuelle Kollisionen sind so sofort sichtbar, was zusätzliche Sicherheit bei der Planung geben soll. Und: „Die individuelle Auswahl von Material- und Oberflächen fällt vor dem Hintergrund einer realistischen Darstellung von Textur und Glanzgrad, besonders leicht.“

Ideen des Kunden konkretisieren
Mit der Vollversion kann der Schreiner einerseits die in der Webversion kreierten Kundenideen verfeinern und komplettieren. Andererseits dient sie der Beratung zum Beispiel beim Kunden vor Ort. Höhepunkt dieser Begegnung ist schließlich eine Einladung zum virtuellen Rundgang durch die eigene, gerade neugeplante Küche – entsprechende Ausstattung wie VR-Brille und Controller vorausgesetzt. „Emotionaler kann man Küchenplanung wahrscheinlich nicht präsentieren“, lautet die selbstbewusste Einschätzung der Initiatoren.  

Schnittstellen beschleunigen die Prozesse
Zahlreiche Schnittstellen sollen den Realisierungsprozess des Küchenmöbels beschleunigen: die integrierte individuell automatisierte Verkaufspreisberechnung, die jederzeit abrufbaren Einkaufspreise und Lieferdaten, der automatische Bestellkomfort bei Häfele, die Bestellverfolgung über den Häfele Online-Shop und die Übertragbarkeit der Beschlagliste mittels CSV-Daten in die eigene Branchensoftware zum Beispiel. Per Knopfdruck können Bestellungen, Rechnungen und Angebote ausgegeben werden. Angebote für Endkunden werden mittels 3D-Viewer, der als Online-Link dem Angebot beigefügt werden kann zum Meinungsbeschleuniger. Endkunden, die zu Hause die geplante 3D Küche erkunden und erleben können werden im Handumdrehen überzeugt und emotional gebunden.

Über die Küche hinaus
Und das alles ist laut Unternehmen erst der Anfang. Die Häfele Software wird im Laufe der Weiterentwicklung neben der Küche für weitere Räume und ganze Wohn- und Arbeitswelten einsetzbar sein und damit auch neue Zielgruppen erschließen, betonen die Entwickler.

www.haefele.de