14.07.2026

Auf der Suche nach strategischer Resilienz

Wie kann sich die internationale Möbelzulieferindustrie gegen wirtschaftliche Unsicherheit wappnen? Diese Frage steht im Mittelpunkt der interzum, die vom 11. bis 14. Mai 2027 stattfindet. Leitthema der Messe: „Beyond Boundaries: Elevating Strategic Resilience".

Auf der interzum geht es seit jeher um Produkte für Möbel. Und zunehmend intensiver um Strategien und Partnerschaften. Dieses Foto zeigt eine Szene am Messestand von Kesseböhmer im Jahr 2025. Foto: Biermann

Geopolitische und wirtschaftliche Unsicherheiten, volatile Märkte, steigende Energiekosten sowie neue regulatorische Anforderungen stellen Unternehmen der Branche vor grundlegende Herausforderungen. Zugleich eröffnen technologische Entwicklungen, internationale Kooperationen und neue Geschäftsmodelle Chancen für die Zulieferindustrie.
„Strategische Resilienz ist zu einem entscheidenden Wettbewerbsfaktor für die internationale Zulieferindustrie geworden“, sagt Maik Fischer, Director der interzum. Und er fährt fort: „Mit dem Leitthema der interzum 2027 schaffen wir einen gemeinsamen Rahmen, der Orientierung bietet, den internationalen Branchendialog fördert und Zukunftsstrategien sowie Innovationen sichtbar macht. Die interzum bringt führende Unternehmen, renommierte Expertinnen und Experten und ein hochkarätiges Fachpublikum zusammen und zeigt, mit welchen Materialien, Komponenten, Technologien und Konzepten die Branche den Wandel aktiv gestaltet.“

Resilienz als strategische Aufgabe
„Strategic Resilience" steht für die Fähigkeit von Unternehmen, sich flexibel auf veränderte Marktbedingungen einzustellen und Geschäftsmodelle sowie Wertschöpfungsketten langfristig wettbewerbsfähig auszurichten. Der Begriff umfasst neben Krisenfestigkeit vor allem Anpassungsfähigkeit, strategische Weiterentwicklung und die aktive Gestaltung widerstandsfähiger Unternehmens- und Lieferstrukturen.

Drei Trendfelder
Unter dem Dach von Strategic Resilience rückt die interzum 2027 drei Entwicklungen in den Mittelpunkt. „Collaboration" steht für neue Partnerschaften und kollaborative Netzwerke entlang der Wertschöpfungskette. Unternehmen schließen sich zusammen, um Synergien zu nutzen, gemeinsame Lösungen anzubieten und Lieferzeiten zu verkürzen. Zusätzliche Dynamik entsteht laut Veranstalter durch neue Technologien wie den „Digitalen Produktpass" oder „Digitale Zwillinge".
„Regionalization" beschreibt die Verlagerung von Produktions- und Lieferstrukturen näher an wichtige Absatzmärkte. Der Auf- und Ausbau lokaler Produktionsstätten in Wachstumsmärkten gilt als Wettbewerbsvorteil, weil er schnellere Reaktionszeiten, eine stärkere Anpassung an lokale Marktanforderungen und kürzere Transportwege ermöglicht.
Um Lieferketten resilienter zu machen, bündelt „Sourcing Optimization" Strategien wie diversifizierte Beschaffung, digitale Prozesse und langfristige Partnerschaften. Sie sollen Unternehmen helfen, Risiken zu minimieren und ihre Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Auch effizientes Prozessmanagement sowie Partner mit technologischem Know-how und regulatorischer Kompetenz gewinnen an Bedeutung.

Raum für weitere Zukunftsthemen
Das Leitthema der interzum 2027 bleibt offen für weitere Aspekte im Kontext von Strategic Resilience, von Kreislaufwirtschaft und Automatisierung über Miniaturisierung bis zu ganzheitlichen und adaptiven Lösungsansätzen. Aussteller können ihre Produkte, Materialien, Komponenten und Technologien im Kontext der drei Trendfelder einordnen. Nach Angaben des Veranstalters erhalten Fachbesuchende Orientierung im Marktumfeld sowie einen Überblick über aktuelle Transformationsprozesse der Möbelzulieferindustrie.
Unternehmen, die sich als Aussteller registrieren möchten, finden die entsprechenden Informationen auf der Website der interzum.

www.interzum.de