26.11.2020

In den ersten neun Monaten setzten die 465 deutschen Möbelhersteller mit 50 und mehr Beschäftigten 12,4 Mrd. Euro um. Das sind 6,75 weniger als im Vorjahreszeitraum. Als einzige Sparte über dem Vorjahresniveau lag die Küchenmöbelindustrie, die ihren Umsatz in den ersten neun Monaten um 1,85 auf 3,8 Mrd. Euro steigerte.

Die Küche legt im Umsatz erneut vor. Foto: VDM / Ballerina

Diese Zahlen meldete der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Die erfreuliche Auftragslage stimmt uns zuversichtlich, dass sich unsere Branche im restlichen Jahresverlauf weiter erholen und mit einem guten Auftragspolster in das kommende Jahr starten wird“, sagt VDM-Geschäftsführer Jan Kurth.

Deutlich mehr Auftragseingänge
Nach internen Erhebungen der Fachverbände stiegen die Auftragseingänge in der deutschen Wohnmöbelindustrie in den ersten neun Monaten 2020 um 10,8% und in der deutschen Küchenmöbelindustrie um 9,1%. In der Polstermöbelindustrie wurde ein Plus von 2,6% registriert. Auch die Auftragseingänge für den Monat Oktober sein weiter im deutlich positiven Bereich. Vor Herausforderungen steht die deutsche Möbelindustrie in ihrem Auslandsgeschäft, das sich – auch angesichts der derzeitigen, Corona-bedingten Schließung des Möbelhandels in einigen Nachbarländern – weiter schwierig gestaltet, wie Kurth erläutert. „Zudem gilt es, Lieferengpässe etwa bei Spanplatten, Schaumstoffen oder Beschlägen zu managen, die durch den Lockdown und die ungewöhnlich hohe Nachfrage in den Sommermonaten entstanden sind.“ Für das Gesamtjahr 2020 geht der VDM für die Gesamtbranche weiterhin von einem Umsatzminus von bis zu 5% aus. Küche und die wohnnahen Segmente dürften dabei besser abschneiden.

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