15.05.2024

Fast zwei Drittel des bundesweiten Umsatzes mit Küchenmöbeln werden in Ostwestfalen-Lippe erwirtschaftet. Das Kürzel OWL hat längst internationale Strahlkraft.

Die Küchenmöbelindustrie 2023 in Zahlen. Foto: VHK Herford

63 Prozent aller Küchenmöbel werden in Ostwestfalen-Lippe produziert. Foto: VHK Herford

Nordrhein-Westfalen – und hier insbesondere Ostwestfalen-Lippe – hat im vergangenen Jahr trotz widriger Marktbedingungen seine Position als bedeutender Möbelproduktionsstandort behauptet. Erneut wurden fast 40 Prozent des Branchenumsatzes der Möbelindustrie (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) im bevölkerungsreichsten Bundesland erwirtschaftet – auch wenn sich die rund 300 ansässigen Betriebe dem schwachen Konsumklima nicht entziehen konnten und einen Umsatzrückgang von 6,5 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro verzeichneten.

3,9 Milliarden Euro mit Küchenmöbel
Knapp 30 Prozent des bundesweiten Branchenumsatzes entfielen auf die Region Ostwestfalen-Lippe. Besonders stark vertreten ist dort die Küchenmöbelindustrie: Rund 3,9 Milliarden Euro (minus 6 Prozent) setzten die hier ansässigen Unternehmen im vergangenen Jahr um. Damit erwirtschafteten sie fast zwei Drittel des gesamten deutschen Umsatzes der Küchenmöbelindustrie. Die Zahl der Beschäftigten stieg um 4 Prozent auf rund 10.500.

Mit Flexibilität und Innovationskraft
„Die Möbel- und Küchenmöbelhersteller in Nordrhein-Westfalen haben mit viel Flexibilität, Widerstandsfähigkeit und einer hohen Innovationskraft auf das schwierige Marktumfeld reagiert“, sagt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie. Die Auftragslage stelle sich nach wie vor verhalten dar. Sorge bereite unter anderem der stockende Wohnungsneubau. Anlass zu vorsichtigem Optimismus sieht Kurth in der Erholung des Konsumklimas. Im April 2024 hat sich die Verbraucherstimmung laut GfK im dritten Monat in Folge auf niedrigem Niveau verbessert.

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