20.01.2020

Die Koelnmesse zieht für die Einrichtungsmesse imm 2020 eine „insgesamt positive Bilanz“. Die Veranstaltung führte an sieben Tagen 128.000 Besucher nach Köln, davon 82.000 Fachbesucher. Das sind etwas mehr als im Vorjahr.

Die Küche war in diesem Jahr kein Schwerpunkt in Köln, einzelne Austeller waren dennoch vor Ort. Dazu zählte die Tischlerei Sommer mit hochwertigen Massivholzküchen. Foto: Koelnmesse

Dabei präsentierte sich die imm cologne in der vergangenen Woche (13 bis 19. Januar) erneut international. Von den 82.000 Fachbesuchern (2018: 80.704) kamen laut Veranstalter rund 50 Prozent aus dem Ausland. Zudem seien vermehrt Planer, Architekten und Objekteinrichter aus dem Inland gekommen, was die Bedeutung der Kölner Einrichtungsmesse für den deutschen Markt unterstreiche, wie Gerald Böse, Vorsitzender der Geschäftsführung der Koelnmesse, betont. „Die imm cologne hat die relevanten Themen in diesem Jahr emotional aufbereitet und einer ganzen Branche damit neue, kreative Impulse gegeben. Mit ihrer internationalen Strahlkraft hat sie in einem dynamischen Verlauf für einen aussichtsreichen Start ins neue Jahr gesorgt“, sagt der CEO der Koelnmesse. Auch der Geschäftsführer des Verbandes der Deutschen Möbelindustrie, Jan Kurth, zog ein positives Fazit: „Für die Aussteller war die imm cologne eine wirtschaftlich erfolgreiche Messe, mit der die Industrie gut in das Möbeljahr 2020 gestartet ist. Erneut hat Köln damit seinen Stellenwert als Kontakt- und Inspirationsplattform, aber auch als Ordermesse unter Beweis gestellt. Gemeinsam mit allen Beteiligten werden wir in einem sich wandelnden Marktumfeld den Stellenwert dieser zentralen Veranstaltung weiter stärken.“

Viele Gäste aus Benelux
Die stärksten Besucherländer waren laut Messestatistik die Niederlande, Belgien, Italien, Schweiz und Frankreich: Die größten Besucherzuwächse konnte die Messe aus der Schweiz (+18 Prozent), den Niederlanden (+11 Prozent) und Belgien (+10 Prozent) verzeichnen. Positiv war die Entwicklung bei den Besuchern aus Italien und Russland. Europa insgesamt konnte um 3,8 Prozent zulegen. Deutlich mehr Besucher kamen auch aus Nordamerika (+14,1 Prozent). Bedingt durch den Handelsstreit mit den USA konsolidierte sich China mit rund 3.000 Besuchern auf hohem Niveau.

Viele Entscheider aus dem Handel
Die Registrierungsdaten der Messe zeigen, dass auch die Qualität der Besucher aus dem Handel auf einem internationalen Top-Niveau lag. So wurden Fachhändler und internationale Top-Besucher des Einrichtungsfachhandels und des Interior Designs registriert, viele davon aus den Top-30-Handelsketten weltweit. Zuwächse konnten vor allem aus Großbritannien, u.a. mit DFS, Heal´s und John Lewis, verzeichnet werden. Positiv entwickelte sich laut Koelnmesse auch Skandinavien mit Iddesign, JYSK, Svenska Hem, der Indoor Group aus Finnland, Bromölla und Säng Jätten, die mit ihren kompletten Einkaufsteams mehrere Tage die Messe besuchten. Darüber hinaus seien auch die Entscheider der großen internationalen Kaufhausketten zur imm cologne gekommen, darunter u.a. Alinea und but aus Frankreich, El Corte Inglés aus Spanien, Nitori aus Japan und Boston Interiors aus den USA. Auch die Branchengrößen im Online-Handel – hier u.a. Amazon, die Otto Group und Wayfair – nutzten sehr intensiv die Veranstaltung für ihre Geschäfte. Den Pure-Bereich der imm cologne besuchten deutlich mehr designorientierte Einrichtungshäuser aus den USA, Kanada, Asien, Russland und Korea.

Inhaltlich und konzeptionell weiterentwickelt
Angestoßen wurde in diesem Jahr eine inhaltliche und konzeptionelle Weiterentwicklung. So fokussierte sich die Messe erstmals auf zwei Themenwelten: „Pure“ zeigte die ganze Welt der angesagten Designmarken, demgegenüber stand mit „Home“ das neue Zuhause für Einrichtungslösungen mit Lifestyle-Charakter. Mit dem deutlichen Ausbau von Let’s be smart – Smart Village setzte die Messe zudem einen noch stärkeren Akzent auf das Thema Smart Living und bot der Branche eine Plattform für ein branchenübergreifendes Matchmaking.
Neben der konzeptionellen Weiterentwicklung wurde die Messe mit den Trendflächen „Das Haus“, „Future Interiors“ und „Pure Atmosphere“ auch deutlich emotionaler.

www.imm-cologne.de