20.07.2016

Blum-Umsatz wächst auf 1,66 Mrd. Euro

Innovative Produktneuheiten, internationale Marktpräsenz, konsequente Investitionen weltweit und hohe Flexibilität der Mitarbeiter – diese Faktoren haben der Blum-Gruppe nach eigener Einschätzung im Wirtschaftsjahr 2015/2016 ein neuerliches Umsatzplus eingebracht. 6,5% Plus steht unter dem Strich.

Gerhard E. Blum, Geschäftsführer. Foto: Blum

In unmittelbarer Nähe zum bestehenden Werk 7 in Dornbirn wurde im Januar 2016 mit dem Bau eines neuen Stanzwerkes – dem künftigen Werk 8 – begonnen. Foto: Blum

Grifflose Möbel sind Trend. Mit innovativen Beschlaglösungen in allen drei Produktgruppen (Klappen, Scharniere, Auszüge) unterstützt Blum diese Strömung. Foto: Blum

Erwirtschaftet wurde das Umsatzplus laut Unternehmen „trotz sehr unterschiedlicher Marktentwicklungen“. 50% des Gesamtumsatzes in Höhe von 1,656 Mrd. Euro wurden im EU-Raum erwirtschaftet, 15% in den USA.
In Westeuropa entwickelten sich alle Märkte im Berichtszeitraum positiv. Auch in Osteuropa ist man beim Beschlägehersteller mit dem Geschäftsverlauf in den EU-Mitgliedsstaaten sehr zufrieden. Hingegen mussten in Russland und der Türkei starke Umsatzeinbußen aufgrund von Sanktionen und politischer Unsicherheit hingenommen werden. In Nordamerika hielt die gute Konjunktur an, während in Südamerika, vor allem in Brasilien, die angespannten, wirtschaftlichen Bedingungen sehr stark zu spüren waren. Im asiatisch-pazifischen Raum entwickelten sich die meisten Märkte weiterhin positiv. „Schöne Zuwächse“ konnte das Unternehmen im Nahen und Mittleren Osten sowie in Afrika erzielen.

Leistungsbereite Mitarbeiter
„Die hohe Leistungsbereitschaft unserer weltweiten Mannschaft sowie die überaus gute Zusammenarbeit aller Abteilungen und Organisationen sind ein sehr wichtiger Baustein unseres Erfolges“, beschreibt Geschäftsführer Gerhard E. Blum die Bedeutung der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen für Blum. Weltweit arbeiteten im vergangenen Wirtschaftsjahr im Durchschnitt 6.849 Personen bei Blum. Das entspricht einem Zuwachs von 334 Personen gegenüber dem Vorjahr. Am 1. September 2016 starten 80 neue Lehrlinge mit ihrer technischen Ausbildung bei Blum Österreich. Insgesamt sind damit ab Anfang September 306 Lehrlinge in der Blum-Gruppe in Ausbildung, 13 davon in den USA.
 
173,64 Mio. Euro investiert
Die Investitionen der Blum-Gruppe beliefen sich im soeben abgelaufenen Wirtschaftsjahr (bis 30.6.) auf 173,64 Mio. Euro. Am Standort Österreich werden im Werk 4 in Bregenz im September ein dreistöckiges Produktionsgebäude und ein automatisiertes Hochregallager in Betrieb genommen. Ein weiteres Hochregallager ist hier in Realisierung und soll im Frühjahr 2017 fertiggestellt sein. Beim künftigen neuen Werk 8 in Dornbirn wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Bis Sommer 2018 soll hier ein Stanzzentrum mit Hochregal- und Bandstahllager entstehen. Im März 2016 startete Blum in Griechenland den Bau eines Büro- und Lagergebäudes. Ende des Jahres soll dieses Bauvorhaben fertiggestellt sein. In China wurde ein neues Zentrallager eröffnet. Bei Blum Australien und Blum Polen wird im Herbst die Erweiterung der Hochregallager gestartet. Mit seinem Engagement in namhaften Umweltnetzwerken und dem Einsatz von alternativen Energieformen in der Produktion und bei Gebäuden bemüht sich Blum um einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen – in allen Bereichen des Unternehmens.
 
Produkte für Möbel-Trends
Bei der Entwicklung von Neuprodukten und Dienstleistungen habe das Unternehmen seine strategische Ausrichtung beibehalten. So bietet Blum zum aktuellen Designtrend, der Küchen und Möbel mit grifflosen Fronten im Fokus hat, Lösungen in allen drei Produktgruppen (Klappen, Scharniere und Auszüge) an. Dies betrifft die Boxsysteme und die Führungssysteme für Schubkästen aus Holz, aber auch die Klappen- und Scharniersysteme. Die neue Bewegungstechnologie „Tip-On Blumotion“ kombiniert mechanisches Öffnen mit sanftem und leisem Schließen und war auf der diesjährigen Möbelmesse in Mailand bereits in zahlreichen Ausstellungsküchen zu sehen. Abgerundet wird das Blum-Produktangebot durch verschiedene Dienstleistungen, wie z.B. durch den „Online Product Configurator“ für schnelles und einfaches Finden der passenden Beschläge oder die mobile App für Verarbeiter und Monteure zur leichten Maßfindung und Einstellung der Produkte. Das Dienstleistungsangebot für Kunden und Partner wird mit den Schwerpunkten Montage, Vermarktung und Logistik laufend ausgebaut.

Uneinheitlicher Ausblick
Eine Prognose für das kommende Wirtschaftsjahr ist laut Unternehmen sehr schwierig. Die Abstimmung im Vereinigten Königreich für einen Austritt aus der EU bringe große Unsicherheiten über die weitere Entwicklung in Europa, sowohl in politischer als auch wirtschaftlicher Hinsicht mit sich. Die Probleme im Zusammenhang mit den Sanktionen in Russland und der unruhigen politischen Lage in der Türkei werden Blum voraussichtlich weiter begleiten. In Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum hofft der Beschlägehersteller, dass die wirtschaftliche Lage stabil bleibt. In Südamerika, vor allem Brasilien, sieht man wenige Anzeichen für eine wirtschaftliche Erholung. Bei Blum ist man jedoch überzeugt, dass das Familienunternehmen mit innovativen Produkten, internationaler Marktpräsenz und gut ausgebildeten Mitarbeitern gute Voraussetzungen vorfindet, auch das gerade begonnene Wirtschaftsjahr 2016/2017 positiv zu gestalten.

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