28.04.2021

Die Corona-Krise wälzt die Arbeitswelt derzeit um. „Auch in der deutschen Küchenindustrie verändern sich die Arbeitsbedingungen grundlegend“, stellt Volker Irle, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK), fest. Eine Umfrage zeigt wie sehr.

Geschäftig wie im Büro und so ruhig wie zu Hause, z. B. mit dieser wandlungsfähigen Lösung mit schnellem Zugriff. Bei Arbeitsende können die Büroutensilien unsichtbar hinter den Falttüren verstaut werden. Foto: AMK

Durch den Tag mit wechselnden Arbeitshöhen wie an diesem Tisch mit einem speziell für die Küche entwickelten Pneumatik-System. Ein Handgriff genügt und die gewünschte Höhe ist sofort stufenlos eingestellt. Foto: AMK

Durchgeführt hat der Branchenverband die Umfrage unter seinen 147 Mitgliedsbetrieben. Demnach arbeiten seit Beginn der Corona-Krise 31 Prozent der Umfrageteilnehmer hauptsächlich von zu Hause aus. 43 Prozent setzen auf eine Kombination aus Homeoffice und Büro. Ausschließlich im Büro sind nur noch 26 Prozent tätig. „Die Küchenbranche hat sich in der Pandemie äußerst flexibel gezeigt und rasch neue Lösungen für die räumliche Verteilung der Arbeit gefunden“, sagt Irle. Auch in Zukunft wollen 52 Prozent der Befragten eine Mischung aus Büro und Homeoffice nutzen. 41 Prozent stellen sich darauf ein, ihre Arbeit hauptsächlich im Büro zu verrichten. Im Homeoffice sehen unterdessen nur 7 Prozent ihren künftigen Schwerpunkt.

Mobiliar für die neuen Herausforderungen
In vielen Fällen wurden die Wohnungen im vergangenen Jahr an die neuen Arbeitsgegebenheiten angepasst. So erwarben knapp 42 Prozent der Befragten neue Möbel für ihr Homeoffice. Rund 30 Prozent planen in der nächsten Zeit Anschaffungen dieser Art.
Für ihre Homeoffice-Tätigkeit nutzen 64 Prozent der Umfrageteilnehmer ein Arbeitszimmer. 13 Prozent arbeiten im Esszimmer, 8 Prozent im Wohnzimmer und 6,5 Prozent in der Küche. „Für unsere Branche ergeben sich durch die verstärkte Tätigkeit im Homeoffice neue, vielversprechende Geschäftschancen“, berichtet AMK-Chef Volker Irle. „Die Küchenmöbelhersteller bieten eine Reihe attraktiver Homeoffice-Lösungen für Küchen und Wohnküchen, aber auch für Esszimmer, Flure und Schlafzimmer an.“ Auch 70 Prozent der Umfrageteilnehmer sehen ein interessantes Umsatzpotenzial für die Küchenbranche infolge der gestiegenen Bedeutung des Homeoffice.

www.amk.de