09.06.2021

Die Blanc & Fischer Familienholding, Muttergesellschaft u.a. von Blanco und E.G.O., hat das schwierige Pandemie-Jahr 2020 mit einem stabilen Umsatz abgeschlossen. Die Erlöse beliefen sich auf 1,181 Mrd. Euro nach 1,188 Mrd. Euro im Vorjahr. Die Ergebnisziele wurden erreicht.

CEO Dr. Johannes Haupt. Foto: Blanc & Fischer

Luxus für die Nische: Der Kochtisch „Atoll“ soll 2022 auf den Markt kommen. Foto: Blanc & Fischer

Nach dem alles in allem erfolgreichen Geschäftsjahr 2020 zeigte sich Dr. Johannes Haupt, CEO der Blanc & Fischer Familienholding, auch für die nähere Zukunft sehr optimistisch: „Wir haben 2021 den Ehrgeiz, den bereits ambitionierten Wachstumsplan von etwa sechs Prozent zu übertreffen. Und wir wollen bis 2025 einen Jahresumsatz von 1,5 Mrd. Euro erreichen“, erklärte Dr. Haupt in einem hybriden Pressegespräch, an dem die Journalisten wahlweise vor Ort am Firmensitz in Oberderdingen oder per Internet teilnehmen konnten. Der CEO begründete diesen Optimismus vor allem mit zwei Faktoren: „Unsere Domäne ist die Küche. Und da hat die Pandemie bei allen negativen Begleiterscheinungen dazu geführt, dass sich die Menschen zwangsläufig noch stärker als früher auf ihr Zuhause konzentriert haben. Das belebt das Geschäft unserer Kunden in der Hausgeräte-Industrie merklich. Außerdem wird die Küche immer mehr als Lebens- und nicht als Funktionsraum gesehen, was unseren operativen Teilkonzernen auch in Verbindung mit den Möglichkeiten der Digitalisierung viele Chance für Innovationen und Wachstum bietet.“

Keine betriebsbedingten Kündigungen
Die Familienholding und ihre Teilkonzerne (E.G.O., Blanco, Blanco Professionel, Arpa) haben 2020 weltweit rund 8.300 Menschen beschäftigt, etwa 200 weniger als im Vorjahr. „Die Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig unser operatives Geschäft in den Teilkonzernen weiterzuführen, waren unsere obersten Prioritäten im Jahr 2020. Beides haben wir erfreulich gut geschafft“, berichtete Dr. Haupt. Betriebsbedingt gekündigt wurde niemand. Stattdessen gab es an einigen Standorten einzelner Teilkonzerne zeitweise Kurzarbeit. Wobei die Zeit der Kurzarbeit mit maximal zwei Monaten eher kurz ausfiel, denn auf einen dramatischen Umsatz-Rückgang von März bis Mai folgte bereits im Sommer ein ebenso steiler Wiederanstieg.

Ein Tisch zum Kochen und Kommunizieren
Um die Innovationskraft kontinuierlich zu stärken wurde in der Unternehmenszentrale in Oberderdingen das Future Kitchen Lab eingerichtet – eine für alle Teilkonzerne nutzbare, interne Denkfabrik, in der Ideen für die Küche von morgen erdacht und erprobt werden sollen. Ein Beispiel dafür ist das Projekt „Atoll“, das Dr. Johannes Haupt im Rahmen des Pressegesprächs im Future Kitchen Lab erstmals präsentierte. Hierbei handelt es sich um einen vom japanischen Teppan-yaki inspirierten Tisch, der aus einer speziellen High-Tech-Keramik besteht und so die Möglichkeit bietet, in der Oberfläche praktisch unsichtbar Induktionsbeheizungen (von E.G.O.) einzubauen. Umgesetzt werden kann das Produkt „Atoll“ als eigenständiger Tisch oder als Teil der Küchenzeile. Produziert wird es vorerst bei einem Partner in Spanien. Sollte eine nicht näher konkretisierte Stückmenge überschritten werden, sei der Aufbau der Produktion in Oberderdingen möglich. Bei „Atoll“ handele es sich um ein Luxusprodukt für eine attraktive Nische.

Nachhaltiges Wachstum  
Konsequent fortgesetzt habe die Blanc & Fischer Familienholding auch ihre „Triple P“ genannte Nachhaltigkeits-Offensive, die inzwischen Teil der Unternehmensstrategie ist. Über diese und weitere Aktivitäten berichten wir ausführlich in der Ausgabe KÜCHENPLANER 7/8 2021. Die gedruckte Ausgabe erscheint am 6. August 2021, das E-Paper bereits Ende Juli.

www.blanc-fischer.com