Impulse für den Wohnungsbau gefordert
Steuerliche Abschreibungsmöglichkeiten beim Erwerb oder der Ersteinrichtung von Wohneigentum sowie eine Absenkung der Grunderwerbsteuer: Mit diesen Forderungen wandte sich der Verband der Deutschen Küchenmöbelindustrie (VdDK) an die Politik. Ziel sei es, die vorhandenen privaten Sparguthaben zu mobilisieren und die Investitionsbereitschaft zu stärken, erklärte Vorstandsvorsitzender Stefan Waldenmaier bei der Sitzung, die beim Kooperationspartner Hettich in Kirchlengern stattfand.
Rahmenbedingungen wieder verschlechtert
Neben dem stockenden Neubau belasten weitere Faktoren die Branche. Das Konsumklima trübte sich laut Kurth im Mai infolge des Iran-Kriegs erneut ein, die Inflationsängste der Verbraucher nehmen nach GfK-Daten spürbar zu. Gestiegene Energiepreise verteuern Vorprodukte und erhöhen den Kostendruck in der Produktion. Hinzu kommen geopolitische Spannungen und handelspolitische Unsicherheiten durch die US-Zollpolitik, die laut einem Gastvortrag von Jasmin Gröschl und Verena Kuthning (beide Allianz) auch die internationalen Lieferketten verändern.
Stabilisierte Lage mit „gewaltigen“ Risiken
Laut amtlicher Statistik erreichte der Umsatz der deutschen Küchenmöbelindustrie 2025 mit rund 5,6 Milliarden Euro annähernd das Vorjahresniveau (minus 0,4 Prozent). Das Umsatzplus von 21 Prozent im Januar 2026 sei nach VdDK-Einschätzung auf statistische Verzerrungen über den Jahreswechsel und ein schwaches Vorjahresniveau zurückzuführen. Im Februar 2026 verzeichnete die Branche ein Plus von 0,2 Prozent. Die Lage habe sich zwar stabilisiert, so Kurth, doch blieben „mit den konjunkturellen, preislichen und geopolitischen Verwerfungen gewaltige Risiken für die Zukunft“.

