17.11.2020

„Wir mussten uns der Realität stellen, auch wenn sie schmerzt.“ Mit diesen Worten meldet die Koelnmesse heute die Absage der imm cologne im Januar 2021. Die Einrichtungsmesse sollte als Sonderedition und hybrid stattfinden. Das Aus für die parallel geplante LivingKitchen wurde bereits Ende Oktober beschlossen.

Abgesagt! Auf der Website der imm cologne findet sich auch der Link zur Video-Stellungnahme auf YouTube. Foto: Bildschirmfoto

Die für den 20. bis 23. Januar 2021 geplante hybride Sonderedition der Einrichtungsmesse imm cologne wird aufgrund der aktuellen Entwicklungen der Corona-Pandemie im europäischen und deutschen Umfeld abgesagt. Laut Messechef Gerald Böse, CEO der Koelnmesse wurde diese Entscheidung in enger Abstimmung mit dem VDM als ideellen Träger der Messe sowie mit Ausstellern und weiteren Partnern getroffen. „Durch die aktuelle sehr dynamische Entwicklung gab es zuletzt eine zu starke Verunsicherung bei unseren Ausstellern und Besuchern“, lautet es in einer Pressemitteilung. Und da im Konzept der Sonderedition beide Formate – off- und online – eng miteinander verwoben waren und sich gegenseitig bedingen, habe auch eine rein digitale Veranstaltung unter diesen Umständen keinen Sinn.

„Angemessene Entscheidung“

Oliver Frese, COO der Koelnmesse, erläutert zur jetzt getroffenen Entscheidung: „We make it happen war unser klares Bekenntnis der letzten Monate für die Durchführung der imm cologne im Januar 2021. Mit der Sonderedition der imm cologne wollten wir die aktuelle Krise aktiv gestalten. Diesen Plan müssen wir nun aufgeben. Denn das Vor-Ort-Erlebnis einer Messe ist und bleibt nun mal etwas Besonderes, und die Entwicklungen der letzten Wochen und insbesondere die jüngsten Rückmeldungen seitens unserer Kunden haben gezeigt, dass die heutige Absage dieser von uns sehr engagiert geplanten Sonderedition die richtige, weil der Situation angemessene Entscheidung ist.“

„Äußerst bedauerlich“

Als „äußerst bedauerlich“ wertet auch Elmar Duffner, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), die Absage der Messe. “Angesichts der verschärften Corona-Infektionslage in Deutschland und vielen weiteren Ländern handelt es sich aber um eine richtige Entscheidung. Wir als ideeller Träger der imm cologne tragen die Absage mit.“

"Wäre kein echter Treffpunkt gewesen"

Die Enttäuschung in Köln ist riesig: „Das ganze imm cologne-Team hat fest daran geglaubt, dass mit unserem Hygiene- und Sicherheitskonzept #B-SAFE4business und mit dem Konzept der hybriden Sonderedition vieles möglich gewesen wäre“, sagt Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. „Durch die aktuelle Situation wäre aber auch die Sonderedition der imm cologne nicht zu einem echten Treffpunkt für die Interiorbranche geworden – und damit würde sie unseren eigenen Ansprüchen und denen unserer Aussteller und Besucher nicht gerecht werden“, so Matthias Pollmann weiter.

Eintägiger Digitalevent im Januar

Einen Sneak Preview auf die Trends, die Produkte und die relevanten Themen, die das nächste Jahr prägen werden, wird die imm cologne im Januar 2021 dennoch geben. „Kompakt an einem Tag, digital, emotional und im Dialog.“

Blickrichtung imm cologne 2022

2022 soll die imm cologne dann wieder gewohnt physisch und ergänzt um eine digitale Erweiterung stattfinden. Das Konzept für die imm cologne 2022 werde in den kommenden Wochen gemeinsam mit der Industrie aufgestellt, kündigt die Koelnmesse an. „Als größte Möbelnation Europas braucht Deutschland die imm cologne als zentrale Leitmesse. Wir werden alles daransetzen, gemeinsam mit der Koelnmesse eine schlagkräftige und innovative imm cologne 2022 auf die Beine zu stellen.“ so Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie VDM. Der Termin: 19. Januar bis 23. Januar 2022.

Eine Video-Stellungnahme zur Messeabsage hat die Messegesellschaft ebenfalls veröffentlicht: www.youtube.com/watch?v=zA78FgRasjQ&feature=emb_logo

 

www.imm-cologne.de