Erfolgreiche Karrieren beginnen an der MöFa
Seit über 80 Jahren bildet die Fachschule des Möbelhandels – kurz MöFa – qualifizierte Nachwuchs- und Führungskräfte für die Küchen- und Möbelbranche aus. Mit ihrem branchenspezifischen Aus- und Weiterbildungsangebot nimmt sie in Deutschland und Europa eine besondere Stellung ein. Ob „Interior Designer Kücheneinrichtung“, Duales Studium oder der Abschluss „Bachelor Professional Wirtschaft“ mit Schwerpunkt Einrichtung bzw. Küche: Die Bildungsgänge sind konsequent auf die Anforderungen von Küchenstudios, Industrie und Verbänden ausgerichtet.
Viele Studierende bringen bereits Erfahrung aus der Küchenbranche mit, etwa aus dem elterlichen Küchenstudio oder aus einer Ausbildung bei einem Hersteller. Doch auch Quereinsteiger finden an der Schule attraktive Perspektiven. So vermittelt etwa die zweisemestrige Fortbildung zum „Interior Design Kücheneinrichtung“ fundierte Kompetenzen für Küchenplanung, Beratung und Verkauf. „Wir schauen weniger auf klassische Lebensläufe als auf Motivation und Begeisterung für die Branche“, betont Schulleiterin Sabine Gantzkow. „Entscheidend sind Engagement und Belastbarkeit. Gemeinsam entwickeln wir dann den individuell passenden Bildungsweg.“
Vertrag schon in der Tasche
So war es auch bei Amer Hamod. Der aus Syrien stammende Schreiner bildet sich an der MöFa derzeit zum „Interior Designer Küche“ weiter. Sein Berufsschullehrer hatte ihn auf die Schule aufmerksam gemacht. Nach einem Probetag an der MöFa stand für ihn fest, dass er diesen Weg einschlägt: „Nach meiner Schreinerausbildung wollte ich unbedingt lernen, wie man am PC eine Küche plant und was man tun muss, damit Kundinnen und Kunden wirklich zufrieden sind. Küchenmöbel konnte ich zwar anfertigen, aber von Verkaufstechniken und Kundenberatung hatte ich kaum Ahnung. Die Fortbildung zum ‚Interior Designer Küche‘ ist kompakt auf zwei Semester angelegt. Dieser relativ kurze Zeitraum kommt mir als Familienvater sehr entgegen.“ Im Juli 2026 wird er seine Fortbildung beenden. Für die Zeit danach hat Amer Hamod bereits konkrete Pläne: „Ich habe schon meinen Vertrag unterschrieben und starte im August meine neue Karriere als Küchenfachverkäufer in einem Küchenstudio in Bergisch-Gladbach. Ich kann es kaum erwarten, mein theoretisches Wissen in der Praxis umzusetzen und Kundinnen und Kunden bei der Realisierung ihrer Traumküche zu begleiten.“
Netzwerke fürs Leben
Tim Dreyer macht an der MöFa seinen „Bachelor Professional Wirtschaft" mit Schwerpunkt Küche. Zur Schule kam der heute 22-Jährige durch seinen Vater, der lange in der Branche gearbeitet hatte. Bereits seine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann absolvierte er hier, den praktischen Teil in einem Küchenstudio in Mönchengladbach. Seit 2022 ist er an der MöFa, der Abschluss ist für Sommer 2027 geplant. Was er mitnimmt, fasst er unter Netzwerkgesichtspunkten zusammen: „Ich habe hier nette und gute Leute kennengelernt, diese Kontakte kann man sein Leben lang gebrauchen.“ Nach seinem Abschluss wird er zunächst in seinen Ausbildungsbetrieb zurückkehren, langfristig hat er eine Führungsaufgabe oder eine Selbstständigkeit im Blick.
Kontakte zur Branche
Ähnlich sieht es Louis Bäckmann, ebenfalls 22 Jahre alt. Auch er absolvierte zunächst seine Ausbildung im Einzelhandel mit dem Schwerpunkt Küche, bei der Firma Adrian Küchen in Aschaffenburg. Auf die MöFa aufmerksam gemacht haben ihn sein Chef und der Ausbilder, die selbst dort waren. Seit September 2025 belegt er die Kurse zum „Bachelor Professional Wirtschaft“, den er wie Tim Dreyer 2027 abschließen wird. Was ihm an der Schule besonders gefällt, ist die Branchennähe: Exkursionen zur Küchenmeile in Löhne oder zu Herstellerwerken gehören zum Programm. Und das Wichtigste, das er mitnimmt? „Es ist immer wichtig, sich früh ein Netzwerk aufzubauen. Viele Kontakte zu haben, bedeutet auch, für zukünftige Chancen gut aufgestellt zu sein.“ Nach dem Abschluss wird er, Stand heute, zu Adrian Küchen zurückkehren.
Fundierte Branchenkompetenz
Für Fachkräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, die Führungsverantwortung übernehmen möchten, bietet der „Bachelor Professional Wirtschaft“ mit Schwerpunkt Küche bzw. Einrichtung eine fundierte betriebswirtschaftliche Weiterbildung. In vier Semestern erwerben die Teilnehmenden umfassende Management-, Vertriebs- und Branchenkompetenz. Viele Absolventinnen und Absolventen übernehmen im Anschluss Führungspositionen im Handel oder in der Industrie, steigen in den internationalen Vertrieb ein oder wagen den Schritt in die Selbstständigkeit, etwa mit der Übernahme eines Küchenstudios.
Attraktive Rahmenbedingungen
Ein entscheidender Vorteil der MöFa: Es fallen keine Studiengebühren an. Das schuleigene Wohnheim bietet zudem 79 kostengünstige Zimmer mit Vollverpflegung – ein nicht zu unterschätzender Pluspunkt, insbesondere für junge Studierende, die erstmals eigenständig leben. Darüber hinaus bestehen vielfältige Fördermöglichkeiten, darunter Aufstiegs-BAföG, Bildungsgutscheine oder – für Unternehmen besonders relevant – das seit April 2024 verfügbare Qualifizierungsgeld der Bundesagentur für Arbeit. Die MöFa unterstützt sowohl Studierende als auch entsendende Betriebe bei der Auswahl geeigneter Förderinstrumente.
Gemeinschaft als Erfolgsfaktor
Die räumliche Nähe von Wohnheim und Schulungsräumen schafft kurze Wege und fördert den Austausch über den Unterricht hinaus. Gerade für junge Studierende bietet das strukturierte Umfeld Sicherheit und Orientierung. „Wir verstehen uns als starke Gemeinschaft“, so Gantzkow. „Unsere Studierenden profitieren nicht nur fachlich, sondern auch persönlich von der engen Vernetzung.“ Dieser Zusammenhalt bleibt häufig auch weit über die Ausbildungszeit hinaus bestehen. Nicht ohne Grund heißt es unter den „Möfisten“: „Wer einmal Teil der MöFa ist, bleibt es.“
Starkes Netzwerk nötig
Die Inhalte der einzelnen Bildungsgänge werden kontinuierlich weiterentwickelt, um den aktuellen und künftigen Anforderungen des Marktes gerecht zu werden. Dabei versteht sich die MöFa als aktiver Partner der Küchen- und Einrichtungswirtschaft. Schulleiterin Sabine Gantzkow wünscht sich eine noch engere Zusammenarbeit mit Handel, Industrie und Verbänden: „Als öffentliche Fachschule mit staatlich anerkannten Abschlüssen sichern wir seit Jahrzehnten die Qualifikation von Fach- und Führungskräften. Damit dieses in Europa einzigartige Angebot auch künftig Bestand hat, braucht es ein starkes Netzwerk aus engagierten Unternehmen.“ Dabei kann die Unterstützung vielfältig aussehen, etwa durch Sponsoring, Projektkooperationen oder die gezielte Entsendung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in die Weiterbildung. Denn eines ist klar: Dem Fachkräftemangel lässt sich nur mit exzellent ausgebildetem Nachwuchs begegnen. Die MöFa schafft dafür die Grundlage.
Melanie Prüsch
Interesse an einer Aus- oder Weiterbildung an der MöFa?
- Ausführliche Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten gibt es unter moefa.de.
- Der nächste Infotag findet am 25. April 2026 statt.
- Das Wintersemester startet am 31. August 2026.
- Gerne ermöglicht die MöFa jederzeit einen unverbindlichen Schnuppertag.
- Weitere Fragen? Hier gibt es Antworten: info@moefa.de oder telefonisch unter 0221. 94013-0


