22.05.2020

Ob Eingaben an die Politik, ein Zahlungsmoratorium für die Mitglieder, gezieltes Online-Marketing im Shutdown oder Hygieneartikel für den Restart: Die EK/servicegroup hat in den letzten Wochen die ganze Klaviatur möglicher Unterstützungsleistungen für den krisengeschüttelten Einzelhandel gespielt.

Jochen Pohle, Bereichsleiter EK Home: „„Wir haben noch genug Pfeile im Köcher.“ Foto: EK

Und das soll in den kommenden Monaten weiter so gehen. „Unser erstes Ziel bleibt die Erhaltung der Gesundheit von Kunden und Händlern, parallel dazu werden wir weiterhin alles tun, um den Einzelhandel wirtschaftlich durch die schwierige Zeit zu bringen“, umreißt der Vorstandsvorsitzende Franz-Josef Hasebrink die grundlegende Zielsetzung der EK/servicegroup in der Corona-Ausnahmesituation.

E-Business stark gefragt
Mit dem Shutdown startete die EK eine Omnichannel-Offensive, die nach Meinung des Unternehmens nachhallen wird. „Die Bedeutung des E-Business war nie offensichtlicher als in den letzten Wochen. Unsere Handelspartner haben hier großartig gearbeitet und in kürzester Zeit Strukturen geschaffen, die auch für die Zeit nach Corona wichtig sind“, so der Bereichsleiter EK Home, Jochen Pohle.
Entsprechend intensiv wurden Angebote wie der sehr kurzfristige Aufbau von Online-Shops inklusive Anbindung an EK eigene und externe Marktplätze wie Amazon genutzt. Genauso wie Social Media-Kampagnen mit dem Aufruf, bei lokalen Händlern online zu kaufen und den Liefer- bzw. Abholservice zu nutzen.

„Liquidität für den Mittelstand“
Vor dem Hintergrund zunehmender finanzieller Engpässe im Einzelhandel formierte sich die EK mit anderen Verbundgruppen zur Task Force „Liquidität für den Mittelstand“ im Mittelstandsverbund ZGV. Ziel war es hier, die Aufmerksamkeit von Politik und Öffentlichkeit auf den Mittelstand zu lenken, damit die staatlichen Rettungsschirme dort aufgespannt würden, wo sie dringend gebraucht werden.
Mit dem Moratorium der Aussetzung von Rechnungsbegleichungen für 30 Tage in Richtung Handel und Industrie warf die EK anschließend ihr ganzes Gewicht als Verbundgruppe in die Waagschale. Für die Mitglieder bedeutete diese Maßnahme eine spürbare Entlastung der angespannten Liquiditätslage.

Möglicherweise erst am Anfang
„Wir haben noch genug Pfeile im Köcher, um auch die nächsten Herausforderungen zu meistern. Und die werden ganz sicher kommen, denn wir stehen möglicherweise erst am Anfang der Pandemie. Nur wenn wir uns auch im Handel an die Kontaktbeschränkungen, Hygiene- und Abstandsregeln halten und die Lage so ernst nehmen wie sie ist, wird sich unser Land mittelfristig von der Corona-Ausnahmesituation erholen“, mahnt Jochen Pohle weiterhin eine realistische Einschätzung der Lage an.