Stabil auf Kurs

Die Häfele Geschäftsleitung (Foto von links): Boris Katic (Geschäftsführender Direktor Supply Chain Management), Michael Distl (Geschäftsführender Direktor Finanzen, Personal, Recht, Facility Management und IT) und Gregor Riekena (CEO). Foto: Häfele
Belastend wirkte vor allem die starke Entwicklung des Euro gegenüber verschiedenen Währungen. Wie das Unternehmen mitteilt, beschäftigt der Beschlagtechnikspezialist mit Hauptsitz in Nagold weltweit rund 8.000 Mitarbeitende und ist mit Niederlassungen in 39 Ländern präsent. Der Exportanteil liegt bei 82 Prozent.
Regional unterschiedliche Entwicklung
Die internationalen Märkte entwickelten sich uneinheitlich. In China und Thailand schwächte sich der Immobiliensektor deutlich ab. In Indien belasteten regulatorische Anforderungen die Lieferketten. Häfele reagierte mit einer „Make in India"-Strategie, dem Aufbau eigener Produktionskapazitäten und der Lokalisierung neuer Lieferanten. „Wir haben unser Geschäftsmodell in Indien neu aufgestellt", erläutert Boris Katic, geschäftsführender Direktor Supply Chain Management. Das habe zu stabilem Wachstum in lokaler Währung geführt.
Auch das US-Geschäft habe sich „in Dollar betrachtet sehr erfreulich entwickelt", so Michael Distl, geschäftsführender Direktor Finanzen. Der Wechselkurs zum Euro relativiere den ausgewiesenen Zuwachs allerdings teilweise. Positiv entwickelten sich Brasilien, der Mittlere Osten und Osteuropa. Häfele baute seine Präsenz dort moderat aus, unter anderem durch ein neues Lager im Mittleren Osten und eine eigenständige Tochtergesellschaft in Portugal.
Strategie 2030 wird konkreter
Grundlage des Kurses ist die Strategie 2030 unter dem Leitmotiv „Maximising the value of space. Together." Häfele richtet sich dabei konsequent auf integrierte Lösungen aus Beschlagtechnik, elektronischen Schließsystemen, Beleuchtung und Vernetzung aus. Co-Creation und Co-Engineering bilden die strategischen Eckpfeiler: gemeinsame Produktentwicklung mit Kunden einerseits, Optimierung von Fertigungs- und Logistikprozessen andererseits.
Auf der interzum 2025 in Köln zeigte das Unternehmen, wie weit die Umsetzung dieser Strategie bereits reicht. Im Fokus standen weniger Einzelprodukte als vielmehr konkrete Anwendungen, etwa für generationenübergreifendes Wohnen oder Micro-Living, die gemeinsam mit Partnern aus allen sieben Vertriebsregionen entwickelt wurden.
Konzentration auf Wachstumsmärkte
CEO Gregor Riekena ordnet die Ausrichtung ein: „Aufbauend auf unserer erfolgreichen internationalen Expansion konzentrieren wir uns nun gezielt auf Märkte mit konkreten Wachstumsperspektiven und investieren dort in den weiteren Ausbau unserer weltweiten Präsenz." Für 2026 plant Häfele Investitionen von rund 70 Millionen Euro, unter anderem in den Ausbau des Logistikstandorts Nagold.