28.04.2022

„Auf Zeitreise in die Welt der Küchen anno 2035.“ So lautete das Motto bei der Preisverleihung des Konsumentenpreises Kitchen Innovation Award 2022. Eine aktuelle Trendstudie fragte erstmals auch die Generation Z: Was haltet ihr eigentlich von der Küche? Die Antwort: „Kochen ist nice!“.

„Golden Award“-Gewinner in der Kategorie Elektrogroßgeräte: „Downline Infinity“ von berbel. Foto: KIA/berbel

Gesamtsieger und „Best Product“: Das „Aqittura M91 SodaSystem“ (hansgrohe) erhielt die besten Bewertungen über alle Kategorien. Foto: KIA/hansgrohe

Wie 2021 fand die Preisverleihung Mitte März pandemiebedingt im digitalen Format statt. Diese Präsentationsform wurde für die diesjährige Veranstaltung noch einmal weiterentwickelt und zukunftsgewandt positioniert. So erschuf der Veranstalter LifeCare.Network eine Welt, die alle Gäste der Preisverleihung nicht nur vor einen Bildschirm versammelte, sondern diese tatsächlich mit in den interaktiven, virtuellen Raum einlud und somit Möglichkeiten zum Networken bot. „Die Plattform stellt den optimalen Rahmen dar, um die Küche der Zukunft zu betrachten. Digitalisierung ist nicht mehr nur ein Schlagwort, sondern in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Das schlägt sich auch in der Trendforschung nieder, die im Rahmen unserer diesjährigen Veranstaltung vorgestellt wurde“, erklärt Susanne Nick, Projektleiterin des Awards.

Wie die Generation Z die Küche sieht
Der Veranstalter LifeCare.Network rahmte die Preisverleihung ein mit den sieben wichtigsten Trends der aktuellen Trendstudie zum Thema „Bricht die Küche in ein neues Zeitalter auf?“. Passend dazu war das Setting der digitalen Veranstaltung u.a. im Weltraum. Immer wieder flochten der Moderator Philipp Bächstädt und Stepan Hansch, CEO LifeCare.Network, die Erkenntnisse aus der Studie mit ein, gaben einen Ausblick auf die Küche im Jahr 2035 und stellten so einen Bezug her zu den aktuell ausgezeichneten Produktinnovationen. Erstmals wurden die Verbraucher der Generation Z (Jahrgang 1995-2004) bei der Befragung der Trendforschung berücksichtigt. Das gab einen Aufschluss darüber, wie sich die Themen rund um die Küche in den verschiedenen Altersstufen von 18 bis 57 entwickeln und erlaubte einen Ausblick auf künftige Entwicklungen. Befragt wurden insgesamt 1.500 kochinteressierte Personen, durchgeführt wurde die Studie von K&A BrandResearch AG.

Kochen macht Freude
Das Küchenerlebnis verändert sich merklich. Durch die Pandemie hat auch die Generation Z mehr Zeit zuhause verbracht. Diese haben sie fürs Kochen und zum Verbessern der Kochfähigkeiten genutzt. Kochen gilt als freudebereitende Freizeitbeschäftigung, bei der gerne Neues ausprobiert wird. In der Jugendsprache ausgedrückt: „Kochen ist nice!“ Die Befragten gaben den Wunsch an, künftig mehr Zeit fürs Kochen selbst aufwenden zu wollen, weniger hingegen für vorbereitende Tätigkeiten wie zum Beispiel das Einkaufen der Lebensmittel. Dabei ist gesunde Ernährung ein wichtiger Aspekt, denn vor allem Jüngere wollen wissen, welche Inhaltsstoffe im Essen stecken und wie man es nährstoffschonend zubereitet. Der Trend geht weiterhin in Richtung Natürlichkeit.

Gern mit smarten Helfern
Die Zukunft ist laut Studie smart: Kochen wird auf der einen Seite wieder „trendy“, auf der anderen Seite fehlt es vielen Menschen an Zeit, gesunde Ernährung in den Alltag zu integrieren. Insbesondere berufstätige Eltern greifen daher schon heute immer öfter auf praktische Küchenhelfer zurück. Smarte Küchengeräte erlauben Freude am gesunden Kochen und zugleich Zeitersparnis bei lästigen und unliebsamen Aufgaben.
Neben der Gelingsicherheit bei der Zubereitung ist auch die Optik ein wichtiger Erfolgsfaktor. Das ist nicht neu: Früher deckte man den Tisch stilvoll ein, um Komplimente bei besonderen Anlässen, wie Feier- oder Geburtstagen, zu erhalten. Heute hingegen wird jedes schön angerichtete und selbstkreierte Essen ins rechte Licht gerückt und landet als Foto auf Social Media Plattformen. Genauso beliebt wie Sterneköche sind mittlerweile Food Blogger. Sie geben insbesondere der Generation Z viel Inspiration für die eigene Küche.

Mit Gold ausgezeichnete Produkte
In einem zweistufigen Auswahlverfahren wurden sowohl von Verbrauchern wie von der Jury insgesamt 48 Auszeichnungen in neun Kategorien verliehen. Je ein Kategorie-Sieger konnte sich dabei nochmals mit dem Golden Award hervorheben. Im Bereich der Küchenmöbel erhielt nobilia für die Arbeitsplatte „Xtra Ceramic“ diese Gold-Auszeichnung. Den Golden Award in der Kategorie Küchenausstattung erhielt Franke Kitchen Systems CM für das Produkt „ALL-IN“. Kategoriesieger bei den Küchenarmaturen ist Hansgrohe SE mit „Aqittura M91 SodaSystem“. Berbel Ablufttechnik GmbH freute sich über den Golden Award unter den Elektrogroßgeräten für „Downline Infinity“. Das Produkt mit den besten Bewertungen über alle Kategorien erhielt die Auszeichnung „Best Product“. Vom Verbraucher zum Gesamtsieger gekürt wurde in diesem Jahr Hansgrohe SE für das „Aqittura M91 SodaSystem“.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung
Auch dieses Jahr wurden wieder innovative Unternehmen für ihr besonderes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung ausgezeichnet. „Mit innovativen Produktentwicklungen und übergreifenden Maßnahmen können Unternehmen entscheidend Einfluss nehmen auf unsere künftige Lebensqualität. Deshalb möchten wir Unternehmen, die diesen Weg bereits eingeschlagen haben, eine ganz besondere Anerkennung aussprechen mit der Verleihung des Sonderpreises für verantwortungsvolle Unternehmensführung“, so Stephan Hansch. Die Grohe AG erhielt die Sonderauszeichnung in der Kategorie Unternehmen aufgrund ihrer klimaneutralen, ressourcenschonenden Produktion und ihrem weltweiten sozialem Engagement. Preisträger in der Kategorie Projekt ist BWT Holding GmbH mit „Bottle Free Zone“. Mit der Kampagne treibt das Unternehmen die Vermeidung von Plastikmüll voran.

Alle 48 Gewinner gibt es hier: kitcheninnovationaward.de/gewinner/uebersicht-2022/