09.12.2020

Die Digitalisierung der Betriebsabläufe entscheidet zunehmend über den Erfolg von morgen, meint die Verbundgruppe MHK. Um die Mitglieder darauf vorzubereiten, wurde eine neues Tool entwickelt: das „MHK Unternehmer Cockpit“.

Für die Digitalisierung der MHK zuständig: Vorstand Kirk Mangels. Foto: MHK

Werner Heilos, Vorstandsvorsitzender der MHK Group: „Mit Benchmarking ein einmaliges Tool geschaffen.“ Foto: MHK

„Analysieren und schlussfolgern lautet heute die Devise – für die gezielte Steuerung des Geschäftes und der Mitarbeiter“, betont Werner Heilos, Vorstandsvorsitzender der MHK Group, in einer Mitteilung des Verbandes. Die Basis bilden die im Unternehmen anfallenden Daten. Mit jedem neu angelegten Kunden, mit jeder Planung, mit jeder Änderung, mit jedem Kaufvertrag gäbe es eine Fülle an Daten. Dazu zählen Preise der Ware als EK-Brutto, EK-Netto, Netto-VK, Brutto-VK oder Rohertrag, aber auch Programme, Farben, Geräte, das Zubehör der Lieferanten, wer hat die Kommission mit welchem Lieferanten, welcher Ware und zu welchem Preis verkauft?

Daten sinnvoll verknüpfen
Das MHK Unternehmer Cockpit verknüpft diese Fülle an Daten „sinnvoll“ miteinander und wertet sie aus. So ließe sich für den Unternehmer auf einen Blick erkennen, wieviel Umsatz mit welchem Lieferanten getätigt wird, wie hoch der erwirtschaftete Rohertrag ist, welche Marketingaktionen erfolgreich waren und wie die Mitarbeiter „performen“. Tagesaktuell können zudem alle wichtigen kaufmännischen Zahlen abgelesen werden, vom Auftragseingang des aktuellen Monats inklusive Rohertrag und Hochrechnung für den Monat bis hin zu entsprechenden Vergleichen zum Vorjahr. Darüber hinaus werden Umsatz und Rohertrag im Zeitverlauf dargestellt. „Wirklich einmalig am neuen MHK Unternehmer Cockpit ist das Benchmarking“, fährt Werner Heilos fort. Damit werde den Gesellschaftern ermöglicht, ihr Unternehmen mit anderen anonymisiert zu vergleichen. Und damit nicht Äpfel und Birnen in einen Topf geraten, „werden Gruppen mit ausschließlich vergleichbaren Geschäften gebildet“.

Teil der Kommunikationsplattform MHK.net
Integriert wurde das MHK Unternehmer Cockpit in die geschlossene Kommunikationsplattform MHK.net. Bereits vor 20 Jahren sei die MHK Group mit ihrem Extranet den Schritt in die digitale Kommunikation und Vernetzung. Seitdem habe sich die Plattform kontinuierlich weiterentwickelt. MHK: „Die Partner finden hier Informationen und Vorlagen aus nahezu allen Geschäftsbereichen, von Konditionsunterlagen und Kundenanfragen über Branchennews und Marketingunterlagen bis hin zu Musterverträgen.“ Jetzt wird das MHK.net von Grund auf neu aufgesetzt. Es erhält einen komplett neuen Look und wird „dank der innovativen Technologie deutlich schneller“, erläutert macrocom-Geschäftsführer Peter Leszinski. „Darüber hinaus laufen die Anwendungen künftig auch auf dem Tablet oder dem Smartphone.“
Neben dem MHK Unternehmer Cockpit sollen auch weitere neue Lösungen für Handel und Handwerk integriert werden können. Vorgestellt werde den Partnern das neue MHK.net im kommenden Jahr.

ZR zu 100% digital
Auch die Zentralregulierung wird inzwischen zu 100 Prozent digital über das MHK.net abgewickelt. „Durch die Abschaffung von Papier, verbunden mit dem elektronischen Dokumentenversand sowie der Möglichkeit, sich Datenexport-Dateien für die Buchhaltung online zusenden zu lassen, sind unsere Kunden nicht mehr auf personalintensive Geschäftsprozesse angewiesen, die in Corona-Zeiten besondere Risiken darstellen“, berichtet Thomas Ries, Geschäftsführer des MHK-Zentralregulierers Industrie- und Handels-Treuhand (IHT). Inzwischen würden auch rund 80 Prozent der Lieferantenrechnungen elektronisch eingehen. „Gerade das Tagesgeschäft ist essentiell und wie beim neuen MHK Unternehmer Cockpit oder unserem MHK.net greift auch bei der Zentralregulierung unsere Digitalisierungsstrategie“, zeigt sich Kirk Mangels zufrieden, der als MHK Vorstand unter anderem für die Digitalisierung zuständig zeichnet. „Die elektronische Rechnung zum Beispiel hat enorme Vorteile für Lieferanten, weil deren teils extrem hohes Rechnungsvolumen just in time und ohne mögliche Bearbeitungsstaus immer sofort und tagesaktuell verarbeitet wird. Und davon profitieren unsere Gesellschafter in gleicher Weise.“

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