21.06.2017

Beweglich, kreativ, vielfältig, kombinierfähig – und vor allem immer eleganter präsentieren sich die Interzum-Neuheiten für die Küchenbranche. Davon profitieren Küchenkäufer ebenso wie Küchenmöbelhersteller.

Alle zwei Jahre: Die nächste interzum findet vom 21. bis 24. Mai 2019 statt. Natürlich wieder in Köln.

Denn die Möglichkeiten für eine einzigartig gestaltete Einrichtung wachsen im Gleichschritt mit dem steigenden Differenzierungspotenzial für die Produzenten. So muss zum Beispiel längst kein Schubkasten mehr dem anderen gleichen – wobei die anspruchsvolle Möbeltechnik immer unkomplizierter zu verarbeiten und zu montieren ist. Plattformkonzepte und werkzeuglose Montage prägen die Entwicklungen in der Rubrik „Beschläge“ und bieten Komfort auf allen Ebenen und Nutzung und Wertschöpfungsstufen.

Wunderwerke der Technik
An sanft dahingleitende und bewegungsgedämpfte Schubkästen, Auszüge und Möbelfronten haben sich die Branchenfachleute so sehr gewöhnt, dass es kaum noch offensiv gewürdigt wird. Doch für das Verkaufsgespräch kann die Faszination der lautlosen und butterweich gedämpften Bewegung nach wie vor ein wichtiger Aspekt sein. Wobei man es kaum glauben mag, aber die Technikzulieferer haben erneut enormes geleistet und bringen immer komplexere Technologien auf immer kleinerem Raum unter. Scharniere und andere Beschläge zum Ziehen, Heben oder Schieben sind Wunderwerke der Technik. Das kann funktionsverliebte Kunden elektrisieren und bietet immer mehr Raum für ein elegant-reduziertes Design.

Küche in Bewegung
Apropos elektrisieren: Die Küche kommt zunehmend in Bewegung. Surrten bislang in ausgewählten Marktsegmenten Kücheninseln oder definierte Bereiche der Küchenzeile per Knopfdruck auf ergonomisch vorbildliche Arbeitshöhe, lassen sich jetzt auch Schränke in der Küchenecke, Stauraumareale der Oberschränke und das Mobiliar über der Kücheninsel elektrisch in der Höhe verstellen. Hinzu kommen weitere mechanische Bewegungssysteme für Auszüge und Oberschränke. Was in der Summe deutlich mehr ist als eine nette Spielerei für Besserbetuchte. Denn die Erschließung schwer zugänglicher Stauraumbereiche ist heute schon praktisch und wird an Bedeutung zulegen. So zitiert Blum eine aktuelle Studie, nach der weltweit betrachtet immer mehr Menschen in Städten leben. Im Jahr 2050 sollen es bis zu 75 % sein. Wohnraum wird dann knapp und will gut und multifunktional genutzt sein. Mit einer Zukunftsstudie ging der österreichische Beschlägespezialist auf der Interzum auf dieses Thema ein, und auch Häfele setzte in Köln Beschlagsideen unter der Überschrift „Mehr Leben pro Quadratmeter“ in Szene.
2050 ist weit hin, mag man jetzt denken, und schlussfolgern, dass die herkömmlichen Küchenlösungen vorerst vollauf genügen. Zumal Wanne-Eickel nicht Shanghai ist. Doch für Küchenspezialisten kann die Beschäftigung mit Bewegungssystemen jedweder Art – elektrisch wie mechanisch – lohnen, weil anspruchsvolle Kunden auf eine ganz neue Art angesprochen und begeistert werden können. Gleiches gilt für die Küchenmöbelindustrie. Die hat es im Export bereits heute mit Wachstumsmärkten zu tun, in denen die urbane Raumnot Alltag ist – in den Megametropolen der Welt, besonders im asiatischen Raum.

Neuer Standard hinter der Front
Sicht- und fühlbar in der Küche angekommen ist ein neues Verständnis für Eleganz im Möbel. Die Schrankausstatter haben an den Designs gefeilt und setzen bei den Premium-Neuheiten auf dunkle Farben, geschlossene Tablare und einen faszinierenden Mix aus Metall, Holz und Glas. Klar, den bewährten Drahtkorb gibt es weiterhin, aber Standard sieht ab sofort anders aus.

Und auf der Front auch
Während es im Schrank immer eleganter und komfortabler zugeht, setzen die Oberflächentrends noch intensiver auf ein harmonisches und kombinierfähiges Zusammenspiel von Dekor, Farbe und Struktur. Schwarz zeigt sich aktuell entweder in tiefster Reinkultur als Partner für markante Schwarz-Weiß-Kontraste oder noch lieber in Anthrazit. Auch weil das gut zu den beliebten warmen Grautönen passt. Bei den Hölzern bleibt Eiche auch im gefühlt X. Jahr die Nr. 1, obwohl dunkle Arten an Einfluss gewinnen. Oder helle wenn es besonders nordisch-relaxt motiviert sein soll. In allen Fällen aber stets so natürlich wie möglich. Metall, Stein und Beton bleiben Optiken der Wahl für alles, was „Retro“ ist, und für den stabil auftrumpfenden Industrial Style. Und das alles gern samtweich, zunehmend matt und kombinierfähig. Seinen einsamen Premium-Status hinter sich gelassen hat der pflegeleichte „Anti-Fingerprint“-Effekt. Dieser schickt sich an, auch im Mainstream zum Standard zu werden.

www.interzum.de