05.04.2016

Der deutsch-französische Küchenbauer Schmidt besinnt sich auf seine Wurzeln und benennt sich wieder nach seinem Gründer: „Schmidt Groupe“ heißt es seit dem 4. April.

Anne Leitzgen ist zusammen mit ihrer Schwester in dritter Generation Inhaberin des Familienunternehmens und steht gleichzeitig als „President“ an der Spitze der Schmidt Groupe. Foto: Schmidt Küchen

Das Jahr 1983 hat in der Historie der SCHMIDT Küchen GmbH & Co. KG große Bedeutung. Seinerzeit firmierte das Unternehmen zur SALM Gruppe – Société Alsacienne des Meubles. Es war auch das gleiche Jahr, in dem das letzte Küchen-Büffet hergestellt wurde. Damals waren gerade einmal 270 Mitarbeiter beschäftigt, heute gestalten 1.445 den Erfolg des nach eigener Einschätzung fünftgrößten Küchenherstellers in Europa. Am 4. April 2016 hat die SALM Gruppe nun einen neuen Namen – sie wurde zur SCHMIDT GROUPE.
„Diese Änderung ist Ausdruck unseres Wunsches, das seit 1934 bestehende ununterbrochene Wachstum des Unternehmens weiter fortzuführen – und uns dabei noch stärker auf unsere Wurzeln zu besinnen. Der Name meines Großvaters Hubert Schmidt bringt die kollektive Kraft unserer Firmenkultur zum Ausdruck. Er symbolisiert unsere Unternehmenswerte – Qualität, Innovation, Kreativität und Menschlichkeit“, erklärt die Enkelin des Firmengründers, Anne Leitzgen. Zusammen mit ihrer Schwester ist sie in dritter Generation die Inhaberin des Familienunternehmens und steht gleichzeitig auch als „President“ an der Spitze der „Schmidt Groupe“.

Expansion unter der Fahne des Gründers
Mit einem Umsatzsprung von 405 Mio. auf 440 Mio. Euro weist der mittelständische Küchenfabrikant für das Geschäftsjahr 2015 eine erneute Wachstumsrate von nun 8,6% aus. Der Fachhandelsumsatz einschließlich der von den industriellen Kooperationspartnern gelieferten Elektroeinbaugeräte und Arbeitsplatten beziffert sich auf rund eine Milliarde Euro. Die Gruppe produziert an fünf Standorten: Vier Produktionseinheiten befinden sich in Frankreich – eine in Lièpvre, zwei in Sélestat und eine in Bergheim. Hinzu kommt das deutsche Stammwerk im saarländischen Türkismühle, in dem 156 Mitarbeiter beschäftigt sind. In Sélestat soll bis zum Jahr 2020 das modernste Fertigungszentrum der Möbelindustrie in Europa entstehen. Im ersten Schritt ist die Verdopplung des Areals der erst im Jahr 2009 in Betrieb genommenen Montagelinie U2 auf dann 40 000 Quadratmeter geplant – was in etwa der Größe von 56 Fußballfeldern entspricht. Hierfür sind 40 Mio. Euro veranschlagt. Im zweiten Schritt soll das Werk U3 entstehen, wofür weitere 50 Mio. Euro budgetiert sind. Dieses ambitionierte Investitionsprogramm trägt ebenfalls der fortschreitenden Internationalisierung und wachsenden Marktpräsenz der „Schmidt Groupe“ Rechnung.