17.06.2015

Noch eine Spur offener und kommunikativer als ohnehin zeigte sich Grass auf der interzum. In diesem Jahr verzichtete das Unternehmen auf einen separaten Bereich, in dem traditionell das Highlight der aktuellen Präsentation auf besondere Weise in Szene gesetzt wurde. Der „Hauptact“ rückte nun ganz nach vorn. Dieser trägt den Namen „Nova Pro Scala“.

„Das doppelwandige Auszugsystem ’Nova Pro Scala’ ist für Grass der Weg in die Zukunft“, sagt Marketingleiter Andreas Marosch (Foto). Foto: Biermann

Kommunikative Standarchitektur mit der „Nova Pro Scala“-Präsentation als Highlight. Foto: Biermann

Dabei handelt es sich um ein doppelwandiges Auszugsystem, das auf Basis der bewährten „Nova Pro“ neu entwickelte wurde. Zwei Details machen „Scala“ besonders: 1. Die für ein doppelwandiges System überraschend filigrane Optik, die fast schon an ein Unterflursystem erinnert. Und 2. die Möglichkeit, die Zargen mit einem Design-Element individuell zu bestücken und so völlig unterschiedliche Optiken zu realisieren. Zur Auswahl stehen verschiedene Materialien und Dekore. Der modulare Plattformgedanke ist bei „Nova Pro Scala“ Konzept. Erhältlich sind geschlossene Auszüge sowie „offene“ Varianten mit Reling. Das alles in unterschiedlichen Höhen. Ebenfalls erhältlich ist eine großflächige Glas-Lösung. „Um die Gestaltungsfreiheit auf ein Maximum auszudehnen, haben unsere Entwickler dafür die Bauhöhe der benötigten Technik auf das denkbare Minimum von 41 Millimeter Höhe reduziert“, heißt es aus dem Unternehmen.
Um zahlreiche Varianten ergänzt wurde zudem das 2013 erstmals präsentierte Unterflur-System „Vionaro“ mit seinen besonders schmalen Zargen von 13 mm. Auch die Scharnier-Familie „Tiomos“ hat Zuwachs erhalten. Neu ist „Tiomos M0“ für Spiegel-, Glas- und Dünntüren. Beziehungsweise für dünne und/oder schwere Materialien wie Steinplatten, Corian oder Aluminium. „Tiomos M0“ wird verschraubt und kommt ohne Topfbohrung aus. Dies ermögliche Materialstärken von 6 bis 10 Millimetern.
Die Begriffe „Minimalismus“ und „Individualität“ zogen sich wie ein roter Faden durch die Grass-Präsentation. Diesen Ansprüchen folgt auch das neue Ordnungs-System „Tavinea“ 91. Die Zahl 91 steht hier für den errechneten Idealabstand in Millimetern zwischen den einzelnen Ordnungselementen. „Tavinea 91 macht aus jeder Schublade ein kleines, individuelles Kunstwerk – ob in horizontaler, vertikaler oder diagonaler Anordnung“, schwärmt Grass-Marketingleiter Andreas Marosch. Wobei insbesondere die diagonale Ordnungsstruktur im 45°-Winkel nicht nur gut aussehe, sondern auch den natürlichen Bewegungsabläufen des Küchennutzers entgegenkomme und deshalb besonders ergonomisch sei.
Abgerundet wurde die Messepräsentation durch einen visionären Blick in die Zukunft des Möbelbaus. Unter der Leitidee „Weniger ist mehr“ stellte Grass die Frage: „Wohin entwickelt sich das Design im Möbelbau und welchen Einfluss hat das Light-Weight-Design?“. Bei der Beantwortung wirkten unter anderem die namhaften Designer Herbert H. Schultes, in der Branche bekannt durch seine Zeit bei Siemens und bulthaup, und Univ. Prof. Fritz Frenkler von der TU-München mit. Auf einer Sonderfläche konnten sich Besucher vom Thema „Light-Weight-Design“ inspirieren und von konkreten Produktlösungen überzeugen lassen. (Dirk Biermann)

www.grass.at