02.06.2015

Gefühlt war das Thema gar keins. Doch eine nichtrepräsentative Inaugenscheinnahme von Vauth-Sagel hat ergeben, dass immer noch viel zu viele Küchenecken brach liegen. Zwar werden viele Küchen über Eck geplant, jedoch wird der vorhandene Raum oftmals nicht wirklich genutzt, vernachlässig oder sogar vergessen.

Claus Sagel, geschäftsführender Gesellschafter: „Wir wollen unsere Kunden aus der Industrie begeistern, damit sie diese Emotionen an den Endkunden weitertragen.“

Friederike Spexard-Rosenberger: „In der Küchenecke ist noch Potenzial.“ Ausgeschöpft werden soll das mit dem neuen Schwenkbeschlag „Cornerstone“.

Weil die Standgestaltung auf der interzum 2013 so gut ankam, begrüßte Vauth-Sagel seine Kunden auch in diesem Jahr wieder im Ambiente einer westfälischen Jagdhütte.

„In vielen Planungen spielt die Ecke keine zentrale Rolle“, zitiert Claus Sagel, einer der geschäftsführenden Gesellschafter, das Fazit seiner Marktforscher. Reagiert hat das Unternehmen darauf mit der Eckschranklösung „Cornerstone“. Dieser Schwenkbeschlag wirkt auf den ersten Blick wenig revolutionär, doch vier Lebenswelten weiter erstrahlen die Eckschranktablare im Bewusstsein des Messe-Gastes im gänzlich neuen Licht. Denn Vauth-Sagel rückt den „Cornerstone“, und damit die Küchenecke, nicht nur strategisch in den Mittelpunkt, sondern inszeniert ihn gleich in grundverschiedenen „Lebenswelten“. „Urban“, „Family“, „Country“ und „Belle Epoche“ heißen die bis in Details stilvoll und stimmig gestalteten interzum-Milieus. Besonders edel wirkt die Lebenswelt „Belle Epoche“ mit Naturstein, Lederimitat und mit Messing veredelten Auszugkörben. Eine Ausstattungsqualität, die unwillkürlich an Küchen von SieMatic, Poggenpohl oder Leicht denken lässt. Vielleicht gefällt dem Unternehmenschef Claus Sagel „Belle Epoche“ deshalb so gut. „Wer hätte das den Drahtbiegern aus Brakel-Erkeln zugetraut“, sagt er, lacht übers ganze Gesicht und wendet sich mit offenen Armen einer neuen Besuchergruppe zu.

„Cornerstone“ in zwei Varianten
Auf den Punkt gebracht ist „Cornerstone“ eine schwenkbare Systemkomponente für den Eckschrank, die den gesamten Inhalt automatisch mit dem Öffnen der Tür vor den Schrank bringt. Der Auszugsweg verläuft nur im Bereich des Eckschrank-Korpus. Kollisionen mit anderen Fronten, Griffen und Wänden seien dank eines Öffnungswinkels von nur 85 ° ausgeschlossen, betont der Hersteller. Erhältlich sind zwei Modellvarianten: „Cornerstone“ und „Cornerstone Maxx“.
Die Version „Cornerstone“ arbeitet mit einer nur 75 Millimeter hohen Mechanik. Das erlaubt eine flexible Nutzung, egal ob der Eckschrank rechts- oder links verbaut ist. Die eigentliche Montage im Korpus ist einfach: Der Tragarm des Beschlags muss lediglich am Mittelpfosten verschraubt werden, an dem auch alle weiteren Elemente befestigt werden. Der Mitnehmer für das Tablar wird an der Front verschraubt. Bei Eckschranktypen ohne Mittelpfosten erfolgt dies mittels Adapter.
Ein zusätzliches Plus an Komfort und Design will „Cornerstone Maxx“ bieten. Vauth-Sagel führt diese Nutzenaspekte an: „Die beiden Tablarflächen bieten durch ihre asymmetrische Form noch mehr Stauraum, sind jeweils mit bis zu 25 Kilogramm hoch belastbar, in der Höhe verstellbar und schwenken extrem weit vor den Korpus.“ Dabei ist der Auszugsweg ebenfalls gesteuert, die Tablare fahren jedoch selbst aus und ziehen sich bei Bedarf auch wieder eigenständig lautlos ins Schrankinnere zurück. Dass Designer und Ingenieure eng zusammengearbeitet haben, beweist die geringe Bauhöhe der Mechanik von nur 58 Millimeter.
Getreu den allgegenwärtigen Aspekten der „Individualisierung“ lassen sich die Stauraum-Systeme von Vauth-Sagel vielfältig gestalten. Was Material und Design betrifft. „Dabei kommt uns unsere Materialkompetenz zugute“, sagt auch Vertriebsleiterin Friederike Spexard-Rosenberger. Denn der spezialisierte „Drahtbieger“ von einst kann mit Draht, Stahl und Blech umgehen, längst sehr gut aber auch mit Kunststoff und Holz. Und das alles in Eigenregie in eigener Fertigung umgesetzt.

Schmaler Vorratsschrank
Neben dem „Cornerstone“ hatte Vauth-Sagel weitere Neuheiten im Messegepäck. Der Vorratsschrank „VSA“ bewegt die Körbe samt Staugut beim Öffnen automatisch auf den Nutzer zu. Neu sind die schmalen Varianten „VSA 300“ und „VSA 400“ für 300 mm bzw. 400 mm breite Schränke. Neben der Ausführung mit einem Weitwinkelscharnier bietet Vauth-Sagel seinen internationalen Kunden weitere Modellvarianten: den „VSA 300/400 synchro“. Dieser Vorratsschrankauszug wurde speziell für Ecksituationen konzipiert, bei denen ein geringer Öffnungswinkel gefragt ist, um nahe liegende Wände oder Fronten nicht zu berühren.
Zur interzum präsentiert Vauth-Sagel zudem den Diagonal-Seiten-Auszug „DSA“ mit einer komplett neuen Kugelkäfigführung mit Selbsteinzug und Anschlagsdämpfung. Die Technik arbeitet dabei im Verborgenen, da die komplette Führungseinheit vom Beschlagdesign umgeben ist. Neben der neuen eigenen Führungseinheit kann der DSA weiterhin mit Unterflurführungen bekannter Hersteller ausgestattet werden.
Ab sofort erhältlich ist die neue Vauth-Sagel-App für Tablets. Ob Produktinformationen, Montagevideos oder Bezugsadressen – die mobile Anwendung bietet online und offline zahlreiche Mehrwertfaktoren. (Dirk Biermann)

www.vauth-sagel.de