Starke Küchenkeramik

Kevin Göbel und Felix Engel, geschäftsführende Gesellschafter von systemceram (Foto von links). Foto: systemceram
Auch der Geschäftsbereich Badkeramik/OEM konnte um 5,1 Prozent zulegen. Einzig die Laborkeramik verzeichnete Einbußen von 7 Prozent. Laut Unternehmen sind dafür die für den Labormarkt typischen Schwankungen im Objektgeschäft ausschlaggebend. Angesichts ansteigender Auftragseingänge rechnet systemceram für das laufende Jahr auch in diesem Geschäftsbereich wieder mit einem positiven Ergebnis.
Vielversprechender Start
Kevin Göbel und Felix Engel, die geschäftsführenden Gesellschafter des Familienunternehmens, ziehen eine zufriedene Bilanz. „Dank eines starken Küchengeschäfts sind wir wieder auf Wachstumskurs“, kommentiert Kevin Göbel das Geschäftsjahr 2025 und führt den Erfolg neben den sich wieder stabilisierenden allgemeinen Marktbegebenheiten auch auf eigene Aktivitäten zurück. Insbesondere die im September 2025 auf der area30 vorgestellte Produktneuheit „Solva 80“ trifft offenbar einen Nerv bei Kunden im Handel und in der Küchenmöbelindustrie (OEM). „Der Start der ‚Solva‘ war überaus vielversprechend“, bestätigt Felix Engel. „Damit beweisen wir, dass systemceram auch ein relevanter Partner ist, wenn es mal einfach und schnell gehen muss.“ Dies sei für jede Kundengruppe, ob Fachhandel, Großfläche oder OEM, von Vorteil. Die „Solva“ zielt auf eine schnelle Abwicklung in Planung und Verkauf ab, ohne den für systemceram typischen Qualitätsanspruch zu vernachlässigen. Die Spüle ist reversibel einbaubar und in vier Keramikfarben erhältlich. Eine Palettenabnahme für die kaufmännisch vorteilhafte Lagerhaltung ist möglich. Ein zweiter Erfolgsfaktor für die deutlichen Zuwächse im Küchengeschäft ist interner Natur. Durch die weitreichende Vernetzung von Markus Wegmann, seit dem 1. September 2024 Vertriebsleiter und Prokurist bei systemceram, konnten neue Kunden von der Qualitätskeramik aus dem Westerwald überzeugt und gewonnen werden.
Neue Vertriebspartnerschaften im Export
Während das Laborgeschäft von systemceram weltweit ausgerichtet ist, konzentriert sich das Unternehmen im Küchen- und Badbereich überwiegend auf den Inlandsmarkt, der einen Umsatzanteil von 90 Prozent ausmacht. Im Export ist das Unternehmen dennoch aktiv, hauptsächlich in Österreich, Belgien, Luxemburg und Polen. Zudem entstehen neue Vertriebspartnerschaften in Italien. Zum Stichtag 31.12.2025 beschäftigte systemceram am Standort Siershahn 215 Mitarbeiter (Vorjahr: 225).
Küchengeschäft sticht weiter hervor
Für das laufende Geschäftsjahr erwarten die Geschäftsführer weitere Zuwächse. Dabei sticht das Küchengeschäft mit einem prognostizierten Wachstum „im oberen einstelligen Prozentbereich“ weiter heraus. Auch die beiden Geschäftsbereiche Labor und Bad/OEM sehen Kevin Göbel und Felix Engel im Plus. Die positive Ausgangslage soll mit Investitionen unterschiedlicher Größenordnungen gestärkt werden. Geplant sind unter anderem eine neue Plattenfertigung und ein modernes Fertigungsaggregat für die Druckgusskeramik.
Ausbau des OEM-Geschäfts
Parallel dazu plant systemceram, seine OEM-Aktivitäten über den Küchenzubehörhandel und das Bad hinaus auszubauen. Die Zielrichtung ist branchenoffen und kann vom Caravaning-Bereich und dem Einzelhandel bis zur Möbelindustrie reichen. Und darüber hinaus. „Feinsteinzeug ist ein universell einsetzbares Material, das mit robusten und designstarken Materialeigenschaften in vielen Anwendungen seine Stärken ausspielen kann“, so Kevin Göbel. Diese Möglichkeiten sollen nun gemeinsam mit neuen Interessenten konkretisiert und weiterentwickelt werden.