18.02.2026

Materialien, Oberflächen, Farben und Licht werden im Interior- und Möbelbereich zunehmend im Zusammenspiel betrachtet. An dieser Schnittstelle setzte der Egger Business Talk in der Häfele Blackbox in Stuttgart an.

Material, Oberflächen und Farben verändern sich je nach Lichteinwirkung. Bei der Präsentation in der Häfele Blackbox wurde auch deutlich, dass Licht vielmehr ein Gestaltungselement ist als nur eine Quelle für Helligkeit in unterschiedlicher Intensität. Foto: Egger

Der Egger Business Talk in der Häfele Blackbox zeigte exemplarisch, wie sich Produktneuheiten, Trendwissen und Anwendungspraxis miteinander verknüpfen lassen. Der Input für den fachlichen Austausch über Trends und Produkte kam von Hannes Kochan (Egger), Interior Trend Expertin Katrin de Louw und Frank Schlosser (Häfele). Foto: Egger

Als Experimentier- und Dialograum bringt die Häfele Blackbox Gestaltung, Technik und Anwendung zusammen. So wie jetzt beim Egger Business Talk, der neben Trend- und Produktpräsentationen viel Raum für den fachlichen Austausch bot. Rund 60 Teilnehmer aus Planung, Handwerk und Objektgeschäft nutzten die Veranstaltung, um sich über aktuelle Interior-Trends, Lichtwirkung und die kommende Egger-Kollektion „Dekorativ 26+“ zu informieren. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Trends beobachten, übersetzen und im Alltag anwenden lassen.

Trends eingeordnet

Den inhaltlichen Auftakt übernahm die Innenarchitektin und Trendforscherin Katrin de Louw vom Trendfilter („designzukunft für Möbel und Materialien“) in Bünde. Mit ihrer langjährigen internationalen Erfahrung ordnete sie ein, woher Trends kommen und wie sie sich im Spannungsfeld von Gestaltung, Material und Markt entwickeln. Im Rahmen ihrer Trendrecherche stellte sie eine Farbvorschau für 2026 und 2027 vor. Gezeigt wurden 24 Möbelfarben mit einem Schwerpunkt auf ruhigen, natürlichen Tönen. Ergänzt werden sie durch wenige kräftigere Farben, die gezielt für kleinere Möbel oder Akzente vorgesehen sind. „Wir haben hier in unserer Auswahl von Möbelfarben eine ganze Reihe von ruhigen, natürlichen Farben, die auch auf großer Fläche gut funktionieren. Zwei bis drei kräftigere Farben haben sich für kleinere Möbel oder als Statement im Schaufenster eingeschlichen“, sagte de Louw.

Raum für Lösungen

An diese Einordnung knüpfte Hannes Kochan, Gebietsverkaufsleitung Handwerk bei Egger, an. Er stellte die Neuheiten der „Kollektion Dekorativ 26+“ vor, die im Februar auf den Markt kam und unter dem Leitmotiv „Raum für Lösungen“ steht. Kochan erläuterte, dass der Holzwerkstoffhersteller die Kollektion als Antwort auf veränderte Anforderungen in Planung und Verarbeitung versteht. „Das Motto zeigt, dass wir uns bei Egger als Lösungsanbieter verstehen, bei dem unsere Kunden verlässlich alles aus einer Hand erhalten“, so Kochan. Trends dienen dabei als Orientierungsrahmen. Die aktuelle Kollektion ist vom Megatrend Konnektivität geprägt.

Inhaltlich umfasst die Kollektion neue Unifarben, insbesondere im Beige-Spektrum, lineare Holzdekore mit italienischer Anmutung, Erweiterungen bei den matten „PerfectSense“-Oberflächen sowie neue Formate und Strukturen für authentischere Holzreproduktionen. Insgesamt spricht das Unternehmen von mehr als 360 Dekor- und Strukturkombinationen über Platten, Oberflächen und Arbeitsplatten hinweg. Bei den Teilnehmern des Business-Talks stießen insbesondere die neuen „PerfectSense Ambiance“-Oberflächen auf Interesse. Der Matt-Glanz-Effekt entsteht hier durch synchrone Strukturtiefen, die auch haptisch wahrnehmbar sind.

Licht verändert Wirkung

Ein weiterer Schwerpunkt der Veranstaltung lag auf dem Thema Licht. Im anschließenden Lichtseminar zeigte Häfele, wie stark Licht die Wirkung von Materialien beeinflusst. Frank Schlosser, Leitung Lichtplanung bei Häfele, betonte die langjährige Zusammenarbeit beider Unternehmen. „Oberflächen und Licht passen wunderbar zusammen“, sagte Schlosser und verwies auf die Synergien, die sich aus der Kombination beider Welten ergeben. Auch aus Sicht von Egger spielt diese Verbindung eine zentrale Rolle. Hannes Kochan unterstrich, dass Oberfläche und Licht im Zusammenspiel gedacht werden müssen. Ziel sei es, Kunden praxisnahes Wissen zu vermitteln und typische Planungsfehler zu vermeiden.

Im Seminar wurde deutlich, dass Licht im Interior-Kontext weit über die reine Beleuchtung hinausgeht. Es prägt Räume, lenkt Wahrnehmung und beeinflusst Materialwirkung. Für Planer bedeutet das, Licht frühzeitig und bewusst in die Gestaltung einzubeziehen, um Funktion und Atmosphäre in Einklang zu bringen.

www.egger.com

www.haefele.de