06.11.2014

Küchenmöbel produzierte die Traditionsmarke Eschebach schon seit 2004 nicht mehr. Jetzt kehrt der Name zurück. Als eine „rechtlich und wirtschaftlich selbstständige Einheit“ werde die Eschebach GmbH & Co. KG im Rahmen eines Asset-Deals die Grundstücke, das Anlagevermögen sowie die Maschinen der ehemaligen Brinkmeier-Fertigung in der Industriestraße 62 in Rödinghausen übernehmen. Und das ab Oktober 2014.

In diesem Zuge hat die Gesellschaft ihren Unternehmenssitz von Bünde nach Rödinghausen an die Industriestraße 62 verlegt.

So heißt es in einer von Michael Otto versendeten Pressemitteilung. Otto ist Inhaber der Industrievertretung OSA mit Sitz in Iserlohn und hat sich auf internationale Kontakte spezialisiert. Bereits seit 1966 ist das Unternehmen in Asien aktiv und seit 1997 in Russland und weiteren osteuropäischen Ländern. Primär für Sanitärprodukte, aber im Lauf der Jahre hätten sich auch Küchenkontakte ergeben und intensiviert. So managed OSA unter anderem seit zwei Jahren das Asiengeschäft für Störmer vor Ort. Zudem ist er Geschäftsführer der im Sommer neu gegründeten Designwerkstatt Forum 26 GmbH.
Mit den aktuellen Plänen wird die 1867 in Dresden gegründete Unternehmung Eschebach als Marke in neuer Produktionsstätte wieder belebt. Die Akteure hinter dem Deal setzen auf die Aspekte „Tradition Made in Germany“ und haben damit insbesondere Märkte in Fernost im Sinn. Diese Strategie dokumentiert das neue Unternehmenslogo mit dem Schriftzug "GERMAN KITCHEN SINCE 1867".
In der Produktionsstätte in Rödinghausen werden also weiterhin Küchenmöbel hergestellt. Und das, laut Mitteilung, „in enger Kooperation mit der Störmer GmbH & Co. KG“. Störmer nutzt die Ex-Brinkmeier-Anlagen bereits seit einigen Monaten für die Arbeitsplattenproduktion. Und wird es auch weiterhin tun. Vorrangig produziert werden nun aber Küchen mit dem Eschebach-Logo für das „standardisierte Geschäft“ und nationale und internationale Projekte, wie es heißt. Die Rede ist zudem von „innovativen Vertriebswegen“, die aber nicht konkretisiert werden. Mit steigender Auslastung der Fertigung sei ein Wiederaufbau der Mitarbeiterzahl in Rödinghausen mittelfristig geplant. (dib)