Sonntag, 5. Februar 2012 Ansichten
 
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Ruderhilfen

Im Markt für Küchenzubehör hat es vernehmlich gewackelt. Bei der r Küchentechnik.KG in Halver, einem der „Big Five“ im Handel mit allem, was die Küche zur Küche macht, stehen die Zeichen auf Runderneuerung. Knall auf Fall hatte Geschäftsführer und Minderheitsgesellschafter Gerhard Lipinski vor wenigen Wochen seinen Ausstieg kundgetan (siehe KÜCHENPLANER 6/7 2011).

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Zwischen Spielerei und Mainstream

Wer bei den Hausmessen 2011 auf den ganz großen Küchen-Neuentwurf gehofft hatte, wurde enttäuscht. Warum auch die Hetze? Eine Flut an Designideen sowie Material- und Dekorneuheiten der jüngsten Vergangenheit wollen in den Markt gebracht und dort verankert werden. Ob Uni oder Dekor. Ob hochglänzend oder im wilden Used-Look. „Kreatives kombinieren“ steht für den Fachhandel auf dem Programm.

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Tripple A

Da schau einer an. Jetzt wissen auch die Amerikaner ein Tripple A zu würdigen. Im Land der schier unbegrenzten Möglichkeiten hat eine Ratingagentur die Kreditwürdigkeit der wirtschaftlichen Supermacht herabgestuft und damit das Höher-schneller-weiter-Selbstverständnis einer ganzen Nation erschüttert. Die praktischen Konsequenzen daraus eignen sich wenig für einen billigen Kalauer. Dennoch: Wenn der Begriff ­Tripple A schon im Umlauf ist, könnte man den US-amerikanischen Blick doch gleich in die...

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Ausgeröhrt

Was hängt an der Wand und röhrt? Der Hirsch bei Omma über’m Sofa. In Öl. Sicher. Aber jetzt mal im Ernst und unter Küchengesichtspunkten: Dunsthauben sind laut und eine vergleichsweise kostspielige Kochfeldbeleuchtung. Dieses Image prägte viele Jahre die Beziehung von Haube und Käufer. Und nicht wenige Geräte taten ihr Bestes, dieses Vorurteil lautstark zu bekräftigen, unterstützt von Verkäufern, die mit diesem Gerätesegment irgendwie nichts anfangen konnten. Oder wollten, denn das...

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Tanz ums goldene i

Der Riss zieht sich wie immer mitten durch die Gesellschaft. Hier die Elektronikbegeisterten, die den Hals gar nicht voll genug bekommen können von strombetriebenen Elementen, die das Leben einfacher, schneller und komfortabler machen sollen. Dort die beständig Bedachten, die George Orwells 1984 spätestens seit Big Brother verwirklicht sehen.

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Rote Karte für Dr. Brown

Manche Geschichten sind derart absurd, dass sie schon wieder Unterhaltungswert haben. Der Inhalt einer Mail vom 28. Februar gehört dazu. Als Leiter „Rechnungswesen Revision“ eines renommierten Londoner Bankinstituts kündigte mir ein gewisser Dr. Ralph Brown ein famoses Geschäft an. In seiner Abteilung sei im Rahmen des jährlichen Großreinemachens ein verwaistes Konto entdeckt worden. Mit 16,5 Millionen Pfund Sterling Guthaben.

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Einfach mal undeutsch sein

Auf der Hitliste der beliebtesten Kalendersprüche steht dieser ganz oben: Alles hat seine Zeit. Niemandem geringeren als William Shakespeare wird die Urheberschaft dieser alltagstauglichen Weisheit zugeschrieben. Sie stammt aus der „Komödie der Irrungen“ und hat stolze 417 Jahre auf dem literarischen Buckel. Trotz des biblisch anmutenden Alters ist diese Aussage zeitgemäßer denn je und passt wie die Faust aufs Auge zu einem ­LivingKitchen-Fazit.

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A, B oder C?

Die Welt schillert Grün. Wofür Ökos 30 Jahre lang milde belächelt oder dogmatisch angefeindet wurden, klappt nun wie am Schnürchen. Seitdem mit Bio Geld zu verdienen ist, hat die Wirtschaft dem in Wohlstand schwelgenden Teil der Menschheit ihr ökologisch korrektes Gewissen nahe bringen können. Das Öko-Bürgertum schwärmt nun nicht mehr allein theoretisch bei einem süffigen 98er Chianti von Stoffbeuteln beim Brötchenkauf, nein, die modernen Einkaufsaktivisten haben ihr Verhalten den weinseligen...

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Rauf aufs Spielfeld

Mit der Liebe ist das so eine Sache. Entweder sie fließt. Oder sie fließt nicht. Fußball ist dafür ein schönes Beispiel. Als gebürtiger Ostwestfale hängt mein Herz unterschwellig an Arminia Bielefeld. Das ist nicht immer einfach, doch was will man machen.

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Mehr Marke

Sind Sie eher der praktische Volkswagen-Typ oder ein rasanter BMW-Fahrer? Favorisieren Sie es skoda-ökonomisch oder sind Sie gar mit der Dacia-Holzstuhlklasse zufrieden? Lieben Sie es lexus-luxuriös oder weigern Sie sich strikt, auch nur einen einzigen Meter ohne Stern zurückzulegen? Wenn es um den Autokauf geht, dominiert der Markengedanke. Den meisten von uns geht es längst um viel mehr als um die reine Fortbewegung. Dafür reichten Busse und Bahnen. Nein, der Autokauf ist Ausdruck von...

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Langer Atem

Wenige Themen spalten die Menschheit grundlegender als der Sinn oder Unsinn technischer Entwicklungen. Während die einen enthusiastisch ein neues, bevorzugt goldenes Zeitalter entstehen sehen, in dem nun alles viel besser, schneller, perfekter, hygienischer und komfortabler über die Bühne geht, wähnen die anderen liebgewonnene Gewohnheiten in Gefahr und fragen sich mit faltengefurchter Stirn, wo dieser ganze fürchterliche Schnickschnack nur hinführen solle. Schwarz oder Weiß.

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Wir sind Einbauküche

Wer hat’s erfunden? Richtig. Die Schweizer waren’s. Zumindest die zuckerfreien Kräuterdrops in der Pappschachtel gehen auf das Konto der Eidgenossen. Wahlweise könnte es auch lauten: Die Engländer waren es. Aber nur wenn es ums Kicken geht. Dass selbst die Enkel der Fußballgroßväter inzwischen in die Jahre gekommen und kürzlich von der WM in Südafrika schwindelig gespielt zurück auf die Insel getaumelt sind, sei noch mal genießerisch bemerkt – auch wenn es eine ganz andere Geschichte ist und...

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Ab ins Bermuda-Dreieck

Schiffe verschwinden, Flugzeuge gehen verloren und wie aus dem Nichts verfärbt sich das Wasser Weiß. Das Bermuda-Dreieck ist eine fiese Gegend. Schon Kolumbus klagte, dass sein Kompass im Gebiet zwischen westlichem Atlantik und nördlicher Karibik verrückt zu spielen pflegt. Wie soll man unter solchen Arbeitsbedingungen auch den Seeweg nach Indien finden?

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Echt Hammer

Wörter sind eine tolle Erfindung. Zusammengesetzt zu Mitteilungen erst recht. Doch was heute technisch bequem von der Hand geht, war einst mühevolle Arbeit. Was müssen das für aufreibende Zeiten gewesen sein, als jede Kurzmitteilung noch als Bildergeschichte mit dem Handfäustel in Granit gemeißelt werden musste. Von wegen mal eben ’ne E-Mail schreiben. Über einen gewöhnlichen Einkaufszettel dürften schnell mehrere Tage ins Land gegangen sein.

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Und jetzt alle...!

Etwas vom Roten und eine Portion vom Blauen - dazu einige Tröpfchen Gelb und einen ordentlichen Schluck Grün. Schon zischt und brodelt es wie in einer waschechten Hexenküche. Was Koelnmesse-Geschäftsführer Gerald Böse im Rahmen einer Pressekonferenz jüngst öffentlichkeitswirksam zusammenmischen ließ, hatte mit Zauberei allerdings wenig zu tun. Mehr mit Visionskraft, Engagement und Charisma. Die Zutaten sind - inhaltlich betrachtet - Exportförderung, mediale Präsenz und Publikumsrelevanz. Das...

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