09.10.2017

Die Surteco GmbH plant die Errichtung einer Digitaldruckanlage für dekorative Oberflächenbeschichtungen von Möbeln und Fußböden. Dieses Dekordruckverfahren ist so innovativ, dass es mit 1,8 Mio. Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm vom Bundesumweltministeriums gefördert wird.

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesumweltministeriums (Foto rechts) überzeugte sich bei Surteco Decor in Buttenwiesen von den vielfältigen Möglichkeiten des Digitaldrucks. Außerdem im Bild (von links): Reinhold Affhüppe (Geschäftsführer), Adrian Marczak (Leiter Digitaldruck) und Dr. Gereon Schäfer (Vorstand). Foto: Surteco

Florian Pronold, Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesumweltministeriums, überreichte den Zuwendungsbescheid: „Digitale Verfahren sind weitgehend noch Neuland im Dekordruck. Ich freue mich, dass in Buttenwiesen eine neuartige Technologie zur Anwendung kommt, die Ressourcen und Energie spart und gut ist für den Umwelt- und Klimaschutz. Mit dem innovativen Digital-Verfahren kann – anders als bei herkömmlichen Tiefdruckverfahren – gänzlich auf Stahl, Kupfer und Chromsäure verzichtet werden. Das schont die Umwelt und erhöht die Druckqualität.“

Hochwertiger Druck
Das neue Verfahren basiert auf der erstmaligen Anwendung speziell konfigurierter Druckkopfreihen und dem Einsatz von Nah-Infrarotstrahlung zur Oberflächentrocknung nach jedem Farbauftrag. „Durch die neuartige Anlagentechnologie werden Wachstums- bzw. Schrumpfungsprozesse des Papiers während des Druckvorgangs weitgehend vermieden“, erklärt das Unternehmen. Dies erlaube die Herstellung qualitativ hochwertiger Dekordrucke und problemlose Weiterverarbeitung der Dekorpapiere mit einer Breite von bis zu 225 Zentimetern. Und das bei einer Bildauflösung von 1.200 dpi.

Deutliche Einsparungen
Ausgelegt ist die Digitaldruckanlage für eine Bahngeschwindigkeit bis zu 200 Meter pro Minute. Im Vergleich zum Stand der Technik (Tiefdruckverfahren) können mit dem Digitaldruckverfahren jährlich bis zu 462 Tonnen CO2-Äquivalente im Produktionsprozess vermieden werden. Eine weitere Vermeidung von CO2-Äquivalenten ergibt sich aus dem verminderten Energieverbrauch in der Druckformherstellung und aus der Einsparung von Rohstoffen.

Technik mit Vorbildcharakter
Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben. Weitere Informationen zum Förderprogramm und zum Vorhaben unter: http://www.umweltinnovationsprogramm.de/projekte