16.05.2017

Häcker Küchen will weiter wachsen und muss dafür die Produktionskapazitäten erweitern. Dafür hat das Unternehmen nun zwei Grundstücke erworben.

Die Produktionskapazitäten von Häcker am Firmensitz in Rödinghausen sind ausgeschöpft. Nun sind weitere Werke geplant. Foto: Häcker

Aktuell fertigt Häcker täglich über 900 Küchenkommissionen für seine internationale Kundschaft. Produziert und vertrieben werden die Küchen von über 1.450 Mitarbeitern in derzeit vier Werken sowie der angeschlossenen Verwaltung. 512 Mio. Euro wurden im letzten Jahr an Umsatz erwirtschaftet. Dabei agiert der Küchenmöbelhersteller auf Basis einer „lang angelegten Wachstumsstrategie“: In den vergangenen zwei Jahren ist Häcker Küchen eigenen Aussagen zufolge um 100 Mio. Euro gewachsen und hat 300 weitere Mitarbeiter eingestellt. Schon jüngst wurde erheblich in den Ausbau der Produktions- und Verwaltungsflächen investiert. In diesem Jahr wird die letzte Bauphase mit der Erweiterung des Verwaltungs- und Ausstellungsgebäudes sowie benachbarten Parkplatzflächen abgeschlossen. „Die derzeitige Betriebsfläche von rund 260.000 Quadratmetern ist damit ausgeschöpft und eine weitere Kapazitätserweiterung am Unternehmenssitz nicht möglich“, berichtet das Unternehmen.

Zwei Grundstücke gesichert
Um weiter wachsen zu können, wurden nun zwei Grundstücke mit rund 38 Hektar Fläche erworben. Die erste Fläche mit rund 165.000 Quadratmetern befindet sich südlich in unmittelbarer Nähe zur Hansastraße (L557, ostwestfälischer Kreis Herford, Nordrhein-Westfalen) zwischen dem heutigen Unternehmenssitz und der A30. Hier hat sich Häcker Küchen rund zwei Drittel des neu geplanten Gewerbegebiets gesichert. Beim zweiten Grundstück mit rund 215.000 Quadratmetern handelt es sich um das neue Gewerbegebiet von Venne (Landkreis Osnabrück, Niedersachsen) an der B218. „Die beiden Grundstücke bieten uns den Raum, den wir für unser weiteres Wachstum in den kommenden Dekaden benötigen“, sagt Firmenchef Jochen Finkemeier. „Dafür stellen wir einen hohen Investitionsbetrag, der gleichzeitig die größte Investitionssumme unserer Unternehmensgeschichte ist, zur Verfügung. Denn wir wollen ganz deutlich in unsere Zukunft in der hiesigen Region und gleichzeitig in die heutigen und zukünftigen Mitarbeiter, Lieferanten und Kunden investieren.“

Im engen Dialog
Der Erwerb ist der Startschuss für die eigentliche Planung der zukünftigen Bebauungen der Grundstücke. Diesen Prozess will das Unternehmen mit Sorgfalt und im engen Dialog mit den kommunalen Behörden, den Anwohnern und weiteren Interessensgemeinschaften wie beispielsweise Umweltverbänden durchführen. So muss die Fläche an der Hansastraße von landwirtschaftlicher Fläche in Gewerbefläche umgewandelt werden – ein Prozess, dessen Ausgang und zeitliche Ausdehnung schwer abzuschätzen ist. Da die Fläche in Venne bereits ausgewiesenes Gewerbegebiet ist, können hier bereits in den kommenden Monaten erste konkrete Planungen seitens des Unternehmens erfolgen. „Wir sind zuversichtlich, dass wir mittelfristig beide Flächen mit neuen Werken bebauen können. Die jetzigen Planungen sehen eine Küchenmöbelproduktion sowie ein neues Werk für die Vorfertigung vor. Für beide Bereiche erwarten wir in den kommenden Jahren deutlich steigende Produktionsmengen, die wir auch durch die Optimierung von Betriebsabläufen auf der Bestandsfläche in Rödinghausen nicht generieren können. Wir werden moderne Fertigungsstätten für Einbauküchen errichten und damit weiterhin auf den Produktionsstandort Deutschland setzen“, erläutert Geschäftsführer Dirk Krupka, verantwortlich für das Ressort Technik.

www.haecker-kuechen.de