30.04.2021

Am Dienstag, 4. Mai, geht es los: Dann öffnet die interzum 2021 die virtuellen Türen. Auf der digitalen Plattform geht es vier Tage lang um Produkte, Themen, Trends und Networking. 130 Aussteller aus 24 Ländern haben gebucht.

Vom 4. bis 7. Mai im Netz mit zahlreichen Veranstaltungen und Kontaktmöglichkeiten zu den Ausstellern: die interzum @home. Foto: Koelnmesse

Die interzum ist unbestritten die global führende Messe für Möbel- und Innenausbau. Alle zwei Jahre trifft sich die Fachwelt in Köln – und viele fiebern meist schon Monate auf diesen Termin hin. Die interzum wird von vielen Seiten mit Herzblut betrachtet und mit Leben gefüllt. Dass dies wegen der Pandemie in diesem Jahr nicht persönlich und vor Ort stattfinden kann, schmerzt. Doch die digitale Alternative verspricht eine temporär gute Ersatzlösung zu sein. Die Plattform der Koelnmesse bietet reichlich Input, wie der Vormesse-Blick offenbart. Mit umfangreichen Inhalten wie von einer physischen interzum gewohnt. Tragende Säulen sind die Bereiche Produkt, Wissen und Kontakt.

Vorstellungen der Aussteller

Produktneuheiten und Innovationen stehen auf Ausstellerseite im Mittelpunkt. Zahlreiche Unternehmen haben im interzum-Terminkalender Vorführungszeit gebucht. Für Produktvorstellungen und kurze Themenworkshops. Nach der Registrierung auf interzum.de können diese verfolgt werden. Kontaktmöglichkeiten und direkte Kommunikation ist per Chat oder Video möglich.

Alles was Trend ist

Hinter dem Aspekt Wissen warten Vorträge, Workshops und Webinare auf die Fachwelt. Alles, was gewöhnlich auf einer interzum auf der Bühne stattfand, erlebt jetzt die digitale Umsetzung. Auf diesen „Stages“ der interzum @home geht es um Oberflächen, Beschläge und Materialien für den Möbel- und Innenausbau, aber auch grundlegend um die großen Themen unserer Zeit. Digitalisierung, Individualisierung, Urbanisierung, Mobilität. „Und ganz besonders um Nachhaltigkeit und Gesundheit bezogen auf Produkt und Produktion“, wie Katrin de Louw erläutert. Die Trendexpertin aus Bünde verantwortet den Themenkomplex Trends und füllt ihn inhaltlich mit Leben. Über 30 Beiträge gibt es auf der „Trend“-Stage. Beleuchtet werden auch aktuelle Dauerbrenner wie „antibakterielle Oberflächen“ und „grüne, natürliche Produkte“. „Die Pandemie hat viele Trends angeschoben“, weiß Katrin de Louw.

Design und Innovation

Parallel zur interzum @home findet die digitale materials.cologne statt. Die Plattform und Konferenz für Design und Innovation konzentriert sich auf den Schwerpunkt Material und Nachhaltigkeit. In Zusammenarbeit mit der Koelnmesse will Initiator Martin Beeh mit Fachreferaten internationaler Experten zu Materialthemen und in mehreren „Master Classes“ vor allem Designer, Architekten, Innenarchitekten sowie Entscheider aus innovativen Unternehmen ansprechen. Die Veranstaltung konzentriert sich dabei unter anderem auf den aktuellen Stand des Wissens sowie Best Practice Beispiele aus Design und Handwerk sowie aus Architektur und Innenarchitektur. Mehr über materials.cologne 2021 gibt es unter www.mat.cologne.

Grüne Ideen

Auf der digitalen Bühne mit der Überschrift „Green Smart Materials“ präsentiert die von Dr. Sascha Peters gegründete Zukunftsagentur „Haute Innovation“ nachhaltige Materialinnovationen und smarte Technologien, die „großes Potenzial für die Branche haben sollen“. Zum Beispiel Strukturfarben für Holzoberflächen, 3D-gedruckte Holzfenster oder Stadtmobiliar, das die Luft von Feinstaub befreien kann. Auch der Wandel der gegenwärtigen Produktkultur zu einer Circular Economy wird beleuchtet. Insgesamt sind 32 Vorträge geplant. 30 Referenten aus zehn Ländern haben zugesagt.

Mit zunehmender Sensibilisierung für Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Carbon Footprint gewinnt auch die Wieder- und Weiterverwertung ausgedienter Matratzen an Bedeutung und steht deshalb im Fokus der Stage „Mattress Recycling“, die vom Ferdinand Holzmann Verlag kuratiert wird.

Noch lange im Netz

Für das Nachmessegeschäft bleiben alle Beiträge über mehrere Wochen verfügbar und können bis zum Ende des Sommers online als „Video on Demand“ innerhalb der interzum @home aufgerufen werden. Das soll die Reichweite der Zugriffe auf der ganzen Welt fördern und betont den Zusatznutzen der digitalen Messeplattform. „Mit dem hochkarätigen Programm und außergewöhnlichen Referenten bietet die Koelnmesse einen lang wirksamen Zusatznutzen über das eigentliche, 2021 rein digitale Messegeschäft hinaus“, betonen die Verantwortlichen und zeigten sich bei der Online-Eröffnungspressekonferenz am Freitag zufrieden mit dem bisherigen Ergebnis. „Abgerechnet wird allerdings erst am 7. Mai“, räumte interzum-Direktor Maik Fischer ein.

Details zum geplanten Programm auf der Trend Stage unter https://www.interzum.de/events-home/programm/referenten/

Wichtiger Hinweis: Die Messeplattform ist desktop-optimiert und daher nicht auf Mobilgeräten wie Smartphones oder Tablets verfügbar.

www.interzum.de