26.11.2020

Großbritannien ist für die deutsche Küchenindustrie als sechstgrößter Exportmarkt von erheblicher Bedeutung. Entsprechend stieß ein AMK-Workshop zum Thema Brexit auf großes Interesse. Mehr als 100 Teilnehmer schalteten sich online zusammen.

Volker Irle, Geschäftsführer AMK: „Aktiv mit dem Thema beschäftigen.“ Foto: AMK

„Angesichts des drohenden harten Brexits steht die Branche bei der Zusammenarbeit mit ihren britischen Abnehmern vor hohen Unsicherheiten und großen Herausforderungen“, erläutert der Branchenverband AMK (Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V.) und initiierte kürzlich für die Mitgliedsunternehmen den digitaler Brexit-Summit. „Die Zahl von mehr als 100 Teilnehmern zeigt, wie hoch der Informationsbedarf momentan ist“, berichtet AMK-Geschäftsführer Volker Irle. Zur gegenwärtigen Lage nennt er konkrete Zahlen: Der Absatz der deutschen Küchenmöbelindustrie nach Großbritannien sei zuletzt massiv eingebrochen. Im ersten Halbjahr 2020 sanken die Ausfuhren in das Vereinigte Königreich um 28,25 auf knapp 49 Mio. Euro.

Rechtzeitig kümmern
Bei der Videokonferenz beleuchteten die beiden Referenten – Rechtsanwalt Daniel Wuhrmann von reuschlaw Legal Consultants und Roland Heine von Intertek – den Statuts Quo und erläuterten, welche Fragen sich im Fall eines Hard Brexit im Hinblick auf Verträge, Zölle oder Produkt-Zertifizierungsprozesse stellen. „Die deutschen Küchenanbieter sollten sich aktiv mit diesen Themen auseinandersetzen“, sagt Irle. „Bei Fragen steht die AMK jederzeit gerne zur Verfügung. Wir werden unsere Mitglieder kontinuierlich weiter informieren.“

www.amk.de