13.10.2020

Nachhaltigkeit und Regionalität rücken immer stärker in den Fokus der Konsumenten – auch im Küchenhandel. Jetzt gibt es ein Konzept, das übergreifend zu allen Einzelaktivitäten der Branche das Bewusstsein für Nachhaltigkeit fördert will. Der prägnante Name des Labels: grünergriff.

Mit grünergriff wurde ein neues Label ins Leben gerufen, das Küchenstudios die Möglichkeit gibt, den Kunden ihre jetzt schon nachhaltigen Leistungen noch besser zu kommunizieren. Foto: grünergriff

Initiatorin: Christiane Pauli, Inhaberin der Agentur ansprechend – Kommunikations- & Veranstaltungsmanagement und Veranstalterin des KITCHENCAMPS. Foto: ansprechend

Initiatorin: Irene Gotas, Prokuristin der flotho werbeagentur aus Osnabrück. Foto: flotho

Initiator: Markus Frönd, Geschäftsführender Gesellschafter der ieQ-systems mgk GmbH, Münster. Foto: ieQ-systems

Dokumentierte Nachhaltigkeit und Regionalität. Foto: grünergriff

Kampagnenmotiv. Foto: grünergriff

Mit grünergriff wurde ein neues Label ins Leben gerufen, das Küchenstudios die Möglichkeit gibt, den Kunden ihre jetzt schon nachhaltigen Leistungen noch besser zu kommunizieren. „Nachhaltigkeit spielt im Konsumverhalten eine immer wichtigere Rolle“, erläutert Christiane Pauli von der Agentur ansprechend aus Bünde, eine der Initiatorinnen des Projekts, an dem zudem die Unternehmen ieQ-systems (Münster) und flotho werbeagentur (Osnabrück) federführend beteiligt sind. Die Initiatoren erläutern: „In Deutschland beeinflussen Nachhaltigkeitsaspekte mehr als die Hälfte der Bevölkerung in ihren Kaufentscheidungen. Und sogar 64 Prozent der Deutschen hält lokale Produkte und somit auch Services für sicherer und nachhaltiger. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage des Capgemini Research Institutes, die eindrucksvoll illustriert, warum Unternehmen dieses Thema nicht ignorieren sollten. Auch beim Kauf der neuen Traumküche spielt das Thema mittlerweile eine Rolle. Doch hier war es für den Endkunden bislang schwierig, Orientierung zu finden. Es gab zwar Zertifikate für einzelne Komponenten, doch ob und wie ein Küchenstudio Umweltaspekte nicht nur in seine Produkte, sondern auch in sein sonstiges wirtschaftliches Handeln einbezog, war für den Kunden kaum ersichtlich.“

Ein Qualitätslabel mit Vision
Küchenstudios wiederum fehle es an Angeboten, ihre Nachhaltigkeitsaktivitäten zielgerichtet zu kommunizieren – und so neue Kunden zu gewinnen und Bestandskunden an sich zu binden. Mit grünergriff haben nun drei Branchenexperten zusammengefunden, um diese Lücke zu schließen. Das neue Branchenlabel, das nun eingeführt wurde, begann mit einer gemeinsamen Vision. „Der Küchenhandel braucht ein branchenumspannendes Werkzeug zur Bewusstseinsstärkung und überzeugten Umsetzung im eigenen Unternehmen“, erzählt Irene Gotas, Prokuristin der flotho werbeagentur aus Osnabrück. „Gemeinsam mit den Kollegen von ansprechend – Kommunikations- & Veranstaltungsmanagement und ieQ-systems mgk GmbH schaffen wir für das Thema Nachhaltigkeit auch im eigenen Unternehmen seit vielen Jahren ein Bewusstsein“, sagt Irene Gotas.

Kunden nachhaltig begeistern
Erreicht werden soll diese Vision weniger mit einer reinen Zertifizierung als mit einer Qualitäts- und Wertegemeinschaft. „Wir wollen, dass die Händler mit Begeisterung dabei sind und wiederum ihre Kunden begeistern können“, so Christiane Pauli, Inhaberin der Agentur ansprechend – Kommunikations- & Veranstaltungsmanagement und Veranstalterin des KITCHENCAMPS. Im ersten Schritt geht es darum, bei den Küchenstudios ein Bewusstsein für Nachhaltigkeitsthemen zu schaffen und deutlich zu machen, welche Vorteile sie aus grünergriff ziehen können. Im Vordergrund steht das Handeln des Küchenstudios selbst: Was macht nachhaltigen Handel aus? Kennt der Händler nachhaltige Markenprodukte? Werden Altgeräte zurückgenommen und recycelt? Küchenstudios, die diese Fragen angehen und bestimmte Anforderungen erfüllen, können sich das neue Label zunutze machen und sich über ein einfaches Online-Tool für grünergriff bewerben. Die Bewerbung wird von mehreren Experten geprüft und muss zudem jedes Jahr erneuert werden. „So stellen wir sicher, dass die Wertegemeinschaft auch Substanz hat.“

Unterstützung für Händler
Wurde die Bewerbung geprüft und positiv beschieden, erhält der Händler ein umfassendes Marketingpaket: „Wir helfen den Händlern dabei, sich wirksam zu inszenieren“, sagt Christiane Pauli. „Sie können regelmäßig an Workshops teilnehmen. Darin erfahren sie einerseits, wie sie ihren Betrieb kontinuierlich verbessern können, andererseits werden die Verkäufer darin geschult, Kunden das Thema nahezubringen und Fragen zu beantworten.“ Die Regionalität findet ihren Niederschlag in einem Manual, mit dem Küchenstudios befähigt werden, „grüne“ Kochevents zur Neukundengewinnung durchzuführen. „Genuss ist schließlich das Herzstück der Küche – und hier bietet sich die Möglichkeit, Kücheninteressierte mit einer komplett nachhaltigen und absolut grün gestalteten Tafel zu begeistern“, so Irene Gotas.

Markenstärkung für Industriepartner
Neben einem vierteljährlich erscheinenden Magazin, dem crossmedialen Marketing, POS-Unterstützung und PR-Kampagnen hat sich das Team von grünergriff noch einen weiteren Clou zur Händlerunterstützung ausgedacht: eine nachhaltig geplante Kojengestaltung, für die das Trio von grünergriff exklusiv mit verschiedenen Küchenherstellern und -zulieferern zusammenarbeitet – denn auch für Industriepartner sei grünergriff hochinteressant. Denn: „Die Qualitätsgemeinschaft widmet sich nicht mehr und nicht weniger als einem der wichtigsten Themen der heutigen Zeit. Wer Teil der Gemeinschaft ist – als Händler oder als Zulieferer – zeigt den Kunden, dass er den Sachverhalt ernst nimmt und stärkt so die eigene Marke. Neben einer höheren Kundenbindung wird er Teil eines Netzwerks und kann sich langfristig über Nachhaltigkeitsthemen im Markt positionieren.“
„Auch am Endprodukt kann man zeigen, dass Nachhaltigkeit am Möbel keine Unmöglichkeit ist“, ergänzt Markus Frönd, Geschäftsführender Gesellschafter bei ieQ-systems mgk GmbH. „Hier geht es nicht nur um die Materialien, sondern auch um die Planung. Denn auch in der Küchenplanung gibt es viel Optimierungspotenzial. Zum Beispiel dadurch, dass Anfahrtswege und Abfälle vermieden werden. Dies gilt es auch online optimal zu präsentieren.“

Ab sofort bewerben
Für das neue Zertifikat grünergriff können sich interessierte Küchenhändler ab sofort unter www.grünergriff.de bewerben. Pünktlich zum neuen Jahr startet die Endkundenkampagne, mit der die Qualitätsgemeinschaft bei allen Kücheninteressierten aktiv präsentiert wird.

Ansprechpartnerin ist Christiane Pauli, Telefon: 05223 6 53 62 77, Mail: c.pauli@ansprechend.com

www.gruenergriff.de