13.08.2019

Offene Raumkonzepte sind modern und werden so häufig wie möglich realisiert. Denn Großzügigkeit steht für zahlreiche Menschen als Inbegriff moderner Architektur. Manchmal sollte es aber nicht ganz so offen sein. Dann spielen transparente Trennwände aus Glas ihre Stärken aus. Wir haben einige zusammengefasst.

Offene Küchen sind beliebt, allerdings häufig mit einem gewissen Geräuschpegel und Gerüchen beim Kochen verbunden. Richtig geplant, bieten Glastrennwände Flexibilität in den eigenen vier Wänden. Foto: www.glasprofi24.de

Ohne die Vorteile des offenen Wohnens allzu sehr einzuschränken, bringen Glastrennwände die häufig gewünschten Strukturen in große Räume.

Gerüche separieren
In neuen Häusern mit modernen Aufteilungen sind offene Räume heute das vorherrschende Architekturthema. Nicht immer sind sie dauerhaft praktisch. Man möchte zwar Wohnungen und Häuser mit großen, offenen Räumen bewohnen – besonders Küche, Esszimmer und Wohnzimmer sollen eine Einheit bilden –, aber läuft die Fritteuse oder möchte der Hobbykoch seinen Gästen Forelle blau servieren, scheint es auch mit der besten Abzugshaube nicht mehr ganz so reizvoll. Kochgerüche, die sich im gesamten Raum dauerhaft einnisten, sind bei niemandem als Deko-Element willkommen.

Ruhe bitte
Ein offenes Raumkonzept wirkt freundlich und kommunikativ. Störend wird es, wenn ein Teil der Familie den Essplatz für Gespräche, ein anderer Teil jedoch die Unterhaltungsmedien im Wohnbereich nutzen möchte. Auf Dauer kann das zu Spannungen führen, die sich mit einem geschlossenen Trennwandsystem inklusive Tür einfach vermeiden lassen können.

Visuelle Grenze
Trennwände bieten Abgrenzung, wann immer es nötig und gewünscht ist – akustisch, aber auch visuell. Entscheidet man sich zum Beispiel für eine teilweise oder vollflächige Satinierung, so bringt die entsprechende Trübung des Glases auch optisch Privatsphäre. Die nicht ganz aufgeräumte Küche verschwindet ebenso diskret wie die Person, die gerade auf dem Sofa ein Nickerchen hält. Auch die flackernde Ablenkung durch einen laufenden Fernseher kann reduziert werden.

Räume schaffen
Trennwände lassen sich dazu noch in Räumen einsetzen, um einzelne Bereiche abzutrennen und ihnen eine neue Funktion zu geben. Das kann die abgetrennte Nische im Flur sein, die sich als Garderobe oder Abstellkammer nutzen lässt, oder die separate Fläche für einen kleinen Hauswirtschaftsraum im Rahmen eines offenen Wohnkonzepts. Da sich Glaswände und Profile frei gestalten und besonders gut als farbige Akzente einsetzen lassen, sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt.

Tageslicht bleibt
Selbst wenn die Trennwand vollsatiniert ist, gelangt immer noch reichlich Tageslicht in den Rest des Raumes. Dieser Effekt ist besonders nutzbringend in Fluren oder anderen Räumen, die keinen eigenen Zugang zu Tageslicht haben. So spart man sich aufwendige Beleuchtung und nutzt stattdessen das Tageslicht, welches durch die dahinterliegenden Räume flutet. Der Eingangsbereich bleibt diskret vom Wohnbereich getrennt, was sich meist positiv auf die Heizungskosten auswirkt.

Wärme nutzen
Das Thema Heizkosten, ein weiterer, oft übersehener Punkt: Trennwände können selbstverständlich nicht nur einzelne Räume aufteilen und strukturieren. In einem offenen Treppenhaus, vom Keller bis zum Obergeschoss, helfen Trennwandsysteme Heizkosten zu sparen, indem Sie die einzelnen Geschosse vom Treppenhaus trennen. Jede Etage kann nach Bedarf individuell geheizt werden, ohne dass die optischen Vorzüge eines offenen Treppenhauses vollständig aufgegeben werden müssen.