23.05.2019

Vor 90 Jahren brachte Miele Europas ersten elektrischen Geschirrspüler auf den Markt. Nun wurde im Werk Bielefeld das 20-millionste Modell produziert.

Grund zur Freude für (Foto von links) Dr. Markus Miele (Geschäftsführender Gesellschafter), Dr. Stefan Breit (Geschäftsführer Technik) und Dr. Michael Junker (Leiter Miele-Werk Bielefeld): Im Werk Bielefeld wurde der 20-millionste Miele-Geschirrspüler produziert. Foto: Miele

Die jetzt produzierte 20-millionste Spülmaschine ist ein „G 7310 SC Clst“. Damit gehört sie zur Generation G 7000, die letzten Herbst in den Markt gestartet ist. Das Jubiläumsgerät dosiert automatisch dank AutoDos mit integrierter PowerDisk. Es findet jedoch keinen Ehrenplatz im Unternehmen, sondern wird an den Besitzer der ältesten, noch funktionierenden Miele-Spülmaschine verschenkt. Diesen ermittelt Miele in einer Online-Suchaktion, die jetzt gestartet wurde.

Metallbottich mit zwei Körben
Von smarten und ausgefeilt komfortablen Funktionen war der Vorfahre des G 7000 aus dem Jahr 1929 naturgemäß weit entfernt. Die damalige Ausführung bestand aus einem runden Metallbottich mit zwei Körben für Geschirr und Besteck. An automatische Heißwasserzufuhr war nicht zu denken, sodass der Spüler von Hand zu befüllen war. Das Spülwasser wurde mittels eines elektrisch angetriebenen Propellers in wenigen Minuten über Tassen, Teller und Besteck gesprüht. Durchsetzen konnte sich dieses – visionäre und durchaus einleuchtende – Prinzip jedoch nicht. „Das Gerät war recht teuer – und die wenigen, die es sich damals hätten leisten können, hatten zu Hause auch Bedienstete, die sich um den Haushalt kümmerten“, erläuterte Dr. Markus Miele, Geschäftsführender Gesellschafter, mit Blick auf die damalige Zeit.

Drei automatische Programme
Nennenswerte Verbreitung in privaten Haushalten fand der Geschirrspüler dann auch erst ab 1960, als Miele in Bielefeld die Produktion von Fahrrädern und motorisierten Zweirädern auf die Serienfertigung vollautomatischer Geschirrspüler umstellte. Vom Vorspülen bis zum Trocknen wurde nun in drei Spülprogrammen alles automatisch gesteuert. 1978 führte Miele die weltweit erste Geschirrspülmaschine mit Mikrocomputer und Sensorelektronik ein, was die Bedienung weiter erleichterte und gleichzeitig den Verbrauch von Wasser und Strom erheblich reduzierte. Heute lassen sich durch Sensorik auch der Verschmutzungsgrad des Geschirrs sowie der Härtegrad des Wassers bestimmen.

Eine Schublade fürs Besteck
Ein weiterer Meilenstein folgte 1987: Mit der patentierten Besteckschublade schuf Miele die dritte Spülebene, die seit 2010 auch seiten- und höhenverstellbar ist. Durch die Funktion „AutoOpen“, bei der sich die Geschirrspülmaschine nach Beenden des Spülvorgangs automatisch einen Spalt weit öffnet, optimierte Miele 2010 auch die Trocknung. Und 2013 folgten die vollintegrierten Modelle mit „Knock2open“: Hier öffnet sich der Geschirrspüler nach leichtem „Anklopfen“ elektrisch – kein Handgriff stört mehr die reduzierte Ästhetik in der komplett flächenbündigen Küche.

www.miele.de