01.12.2018

Rund 170 Gäste aus Deutschland und Österreich begrüßte Küche&Co zum alljährigen Franchisetag in Hamburg. Beleuchtet wurde auch, wie digitale Helfer dem „Küchenverkäufer von Morgen“ das tägliche Geschäft erleichtern können.

Küche&Co Geschäftsführer André Pape (3. von links) und Niels Jacobsen (5. von links) mit den Gewinnerinnen und Gewinnern des Küche&Co-Oscars. Foto: Küche&Co

Spannender Austausch auf dem Podium: Vertreter aus Handel, IT, Lehre und Verkauf diskutieren über die Digitalisierung in der Küchenbranche. Foto von links: Carsten Beyreuther (Institut für kybernetisches Verkaufstraining), Bernd Schulte (Nobilia), Antonio Terrada (BSH Home Appliance Group), Dieter Müller (Fachschule des Möbelhandels), Michael Breitbach (SHD Kreative Planungs-Systeme GmbH), Frederik Winkel (Küche&Co). Foto: Küche&Co

Schon seit mehreren Jahren legt Küche&Co seinen Partnern nahe, sich mit dem Thema Digitalisierung zu beschäftigen. Unter dem Motto „Digitalisierung für den Menschen“ präsentierte das Franchiseunternehmen nun konkret in einer Podiumsdiskussion und zahlreichen Vorträgen, wie digitale Helfer dem „Küchenverkäufer von Morgen“ das tägliche Geschäft erleichtern können. Vorgestellt wurden neue Tools und aktuelle Entwicklungen.

Für die Küchenbranche konkretisieren
„Den individuellen Mehrwert erkennen und sich digitale Tools zunutze machen, Verkaufserlebnisse schaffen und den Küchenkauf mit Emotionen verbinden, darauf kommt es zukünftig an und daran werden wir als Küche&Co Familie zusammen arbeiten.“ Mit diesen Worten eröffnete Niels Jacobsen, gemeinsam mit André Pape Geschäftsführer bei Küche&Co, den ersten Vortrag des diesjährigen Franchisetags im Hotel Le Méridien an der Alster. Ziel war es, „die Digitalisierung“ im Rahmen der Küchenbranche zu konkretisieren, die aktuellen Tools im Detail zu durchleuchten und die Vorzüge für den Küchenverkäufer aufzuzeigen.
Während der hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion waren die Vorteile und Fallstricke der Digitalisierung im Küchenhandel allgegenwärtig. Aus dem angeregten Austausch der Fachleute aus Industrie, IT, Lehre und Verkauf konnten die Teilnehmer zahlreiche persönliche Erkenntnisse für ihr Tagesgeschäft mitnehmen.

Mehr Zeit für den Verkauf
Zu diesem Thema lautet der allgemeine Konsens: Es gilt, den Küchenverkauf mit digitalen Werkzeugen zu unterstützen, wobei der Küchenverkäufer in Zukunft nicht durch die Digitalisierung verdrängt oder gar ersetzt werden wird. Vielmehr geht es darum, dem Fachberater mit digitalen Tools Aufgaben abzunehmen oder zu erleichtern, damit mehr Zeit für den eigentlichen Verkauf bleibt. Außerdem sollten die Tools dafür sorgen, dass der Küchenkauf im Studio zu einem emotionalen Erlebnis wird. „Die Beratung im Küchenstudio muss Entertainment und der Küchenkauf ein Erlebnis sein, das man nicht online zu Hause haben kann – und hier ist der Küchenberater nach wie vor Dreh- und Angelpunkt im Verkaufsprozess“, sagte Michael Breitbach, Mitglied der Geschäftsleitung und Prokurist der SHD Kreative Planungs-Systeme GmbH. Laut Carsten Beyreuther, Vorstandsmitglied des Instituts für kybernetisches Verkaufstraining, wird der Kunde aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung künftig überall auf gleiche Voraussetzungen treffen – daher werden diejenigen umso erfolgreicher, die auch die „alte Schule“ – d.h. die klassischen Kompetenzen des persönlichen Verkaufs – beherrschen.

Den Kunden an die Hand nehmen
Unter anderem wurde beim Franchisetag auch das Thema „Smart Home“ diskutiert: „Für viele Kunden ist die Digitalisierung und die Vernetzung „smarter Haushaltsgeräte“ Neuland. Daher müssen wir Fachleute unsere Kunden an die Hand nehmen und vernetzte Küchen verständlich machen. Denn ein Küchenkauf ist eine Investition in die Zukunft und die Zukunft ist digital“, so Antonio Terrada, nationaler Vertriebsleiter der BSH Home Appliance Group.
Als größte digitale Innovationen, die in den letzten Jahren im Küchensegment Einzug gehalten haben, nannte Bernd Schulte, Vertriebsleiter bei Nobilia, die Virtual Reality Brille, die digitale Präsentation von Küchen mittels Küchenkonfigurator sowie moderne Planungssysteme und die Systemintegration zwischen Verkäufern sowie Lieferanten (EDI).
Auch das Thema „Finden von Nachwuchskräften“ wurde diskutiert. Diese sollte man zwar künftig auch auf Portalen wie Xing, LinkedIn oder Monster ansprechen, die klassische Anzeige wird aber nach wie vor sehr gut angenommen. Das ergab eine Umfrage, die Dieter Müller, Direktor der Fachschule des Möbelhandels, unter seinen Studierenden durchführte. Während der Podiumssituation hatten die Tagungsgäste die Möglichkeit, per Smartphone Fragen zu stellen, die in den Diskussionsverlauf eingebunden wurden.

Digitale Helfer im Backoffice
Nach der Podiumsdiskussion stellte die Hamburger Küche&Co Zentrale auch einige konkrete neue Tools und Programme vor. Diese nutzen die Digitalisierung nicht nur in Bezug auf die Kunden und die Customer Journey. Auch in der Administration, bei Bestellvorgängen oder bei der Küchenabnahme erleichtern diese digitalen Features die Arbeit der Franchisepartner. „Wer Prozesse im Back Office verkürzt, indem er die von Küche&Co zur Verfügung gestellten digitalen Helferlein nutzt, der kann sich intensiver mit dem Wesentlichen befassen: nämlich unseren Kunden die bestmögliche Beratung beim Küchenkauf anzubieten“, so André Pape.

Von der Expertise der Otto Group profitieren
Als Unternehmen der Otto Group bringt Küche&Co viel Know-how im digitalen Handel mit und stellt dieses seinen Partnern zur Verfügung. Dazu nutzt das Unternehmen sämtliche Möglichkeiten des Onlinemarketings. Eines von vielen ergänzenden Features der neu aufgesetzten Website ist zum Beispiel das „Ideenbuch“. Hier können User ihre angesehenen und entsprechend markierten Küchen sowie Magazinbeiträge nach Login speichern. Außerdem gibt es neue Möglichkeiten der Online-Konfiguration von Musterküchen: Fronten und Arbeitsplatten lassen sich in unterschiedlichen Farben und Materialien anzeigen, sodass der Kunde eine ganzheitliche Vorstellung seiner potenziellen Küche abrufen kann. Reichweitenstarke Kooperationen ergänzen auch in Zukunft den Marketingmix.

Digitalisierung hat keinen Selbstzweck
Zum Schluss der Veranstaltung bekräftigt Geschäftsführer André Pape:„ Die Digitalisierung hat keinen Selbstzweck. Sie hat nur dann eine Daseinsberechtigung, wenn sie den Menschen einen Mehrwert bietet. Also lasst uns zusammen den Mehrwert entdecken und weiterhin die Synergien von exzellenter Onlinepräsenz und Stationärgeschäft vorantreiben.“

„Oskar-Verleihung“ für die Franchisepartner
Verliehen wurden im Rahmen der Franchisetages wieder die Küche&Co-Oscars. Unter anderem in den Kategorien „Erfolgreichster Franchisepartner“ und „Das schönstes Küche&Co-Studio“.

www.kueche-co.de