11.10.2017

Oberflächenspezialist Lechner hat ehrgeizige Pläne. Der Arbeitsplattenproduzent aus Rothenburg ob der Tauber will im Umsatz um ein Drittel zulegen. Von heute rund 100 Mio. Euro auf 150 Mio. Euro als „nächste Marke“, wie es die Vorstände Andrea Lechner-Meidel und Dirk Hollstein formulieren.

Wollen mit dem Arbeitsplattenspezialisten Lechner im In- und Ausland deutlich wachsen: die Lechner-Vorstände Andrea Lechner-Meidel (Foto rechts) und Dirk Hollstein (links). Dritter Geschäftsführer ist Dr. Dirk Dantz. Mit diesen Plänen verbunden seien Investitionen im zweistelligen Millionenbereich. Foto: Biermann

Der Zeitplan, bis wann dies erreicht sein soll, ist nicht in Granit gemeißelt. „Innerhalb der nächsten Jahre“, heißt es allgemein. Deutlich klarer sind die Vorstellungen, womit dieses Wachstum erreicht werden soll. Und wo. Andrea Lechner-Meidel: „Wir wollen mit unserem gesamten Sortiment im In- und Ausland wachsen. International sind das bevorzugt die Länder rund um Deutschland. Eine Ausweitung in die USA oder Asien ist derzeit nicht geplant.“ Aktuell beschäftigt Lechner 750 Mitarbeiter und verfügt über drei Standorte: Die Zentrale in Rothenburg sowie in Schweden und Ungarn.

Für die Platte begeistern
Im Export sieht Lechner noch großes Potenzial für den anvisierten Wachstumsschub. Heute beträgt die Quote 50 %. Doch auch im Inland will das Unternehmen proportional zulegen und immer mehr Endkunden für das Produkt Arbeitsplatte begeistern. So transportiere die aktuelle Markenkampagne eine klare Botschaft: „Die Arbeitsfläche ist in der Küchenplanung gestalterisch wesentlich und kann bewusst gewählt werden.“ Untertitel: Es muss sich also niemand von der Vorauswahl des Küchenmöbelherstellers abhängig machen.

Rundum-sorglos-Pakete schnüren
Neben Export und Endkundenansprache ist der Kontakt zum Fachhandel die dritte strategische Säule. „Wir wollen es den Händlern immer leichter machen und für Arbeitsflächen und Nischen ‚Rundum-sorglos-Pakete schnüren“, erläutert Dirk Hollstein. Das soll die Abläufe erleichtern und die Margen erhöhen. In Deutschland erwirtschaftet Lechner den Löwenanteil seines Umsatzes mit dem Fachhandel. Die Industrie steuere lediglich einen „einstelligen Prozentbereich“ bei. Vom inländischen Gesamtumsatz entfallen 80 % auf die Arbeitsfläche und rund 20 auf Glasrückwände für die Nische. Hier baut das Unternehmen sein Sortiment ständig aus und präsentierte aktuell einen leicht zu handhabenden Wechselrahmen für Nischenverkleidungen.
Weitere Wachstumsmöglichkeiten sieht Lechner beim Thema „Funktion in der Platte“, wie Daniel Griehl, Director Vertrieb und Marketing, erläutert. So lud das Unternehmen auf der area30 die Messebesucher ein, über Ideen und mögliche Produktentwicklungen mit abzustimmen. Das wurde intensiv genutzt.

www.mylechner.de